Neue Kastl-Greißlerin in Hornstein

Erstellt am 02. Oktober 2022 | 04:35
Lesezeit: 3 Min
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Neo-Greißlerin Radmila Panic übernimmt den Standort beim Kreisverkehr, sehr zur Freude von Bürgermeister Christoph Wolf.
Foto: zVg
Nach dem Aus für den Container von Hansag Food suchte man in Hornstein eine passende Nachfolge. Nun wurde man fündig: Radmila Panic übernimmt den Standort beim Kreisverkehr.

Die Marktgemeinde hatte es nicht immer leicht mit ihren Nahversorgern: Die ADEG-Filiale schloss endgültig ihre Türen, Zielpunkt musste generell Konkurs anmelden und dann kam auch noch das Ende für den Selbstbedienungsladen von Hansag Food beim Kreisverkehr. Während des Billa-Umbaus mussten die Hornsteiner ihre Einkäufe in den Nachbargemeinden erledigen. Mittlerweile heißt es aber wieder: „Fahr nicht fort, kauf im Ort!“ Die neue Billa-Filiale ist bereits in Betrieb und zu Wochenbeginn dann die frohe Botschaft: Radmila Panic wird die neue „Kastl-Greißlerin“ der Gemeinde.

Damit werde das bestehende Nahversorgerangebot um ein innovatives regionales Konzept erweitert, freut man sich in der Marktgemeinde. Ein Kastlgreissler biete rund 500 Produkte des täglichen Bedarfs in einem Selbstbedienungs-Lokal an: „Das Besondere daran ist, dass zumindest die Hälfte der Produkte direkt aus der Region stammen. Somit werden lokale Betriebe unterstützt und gleichzeitig die Umwelt geschont“, erklärt Bürgermeister Christoph Wolf erfreut und bedankt sich bei der neuen Gemeinde-Greißlerin.

„Seitens der Gemeinde steht natürlich eine finanzielle Unterstützung im Rahmen der Nahversorgerförderung zur Verfügung“, so Wolf. Weiters wolle die Gemeinde auch bei der Suche nach regionalen Lebensmitteln und der Vermittlung zwischen den Hornsteiner Betreibern und „unserer Kastlgreißlerin“ unterstützen.

Rechtlich handelt es sich dabei um ein Franchise-System: Für die lokalen Produkte vor Ort ist der jeweilige Franchise-Nehmer verantwortlich, Das Kassensystem, Marketing und die diversen Analysen kommen vom Franchise-Geber, der niederösterreichischen Kette „Der KastlGreissler“.

Beim Konzept geht Greißlerin Panic aber etwas andere Wege als ihr Vorgänger Hansag Food. Zwar plane auch sie einen Selbstbedienungsladen im Container, aber „der Laden wird nicht 24/7 geöffnet sein, sondern insgesamt 72 Stunden an sechs Tagen pro Woche.“ Und es wird ein Gemischtwarenladen mit 50 Prozent regionalen Produkten und 50 Prozent aus dem Großhandel. „Das Ziel ist, dass die Leute nicht nur schnell einen Liter Milch holen, sondern tatsächlich ihren Wocheneinkauf hier erledigen können“, schildert Panic. Vom Gemüse aus den Hofläden der Umgebung „bis zur Cola-Dose“ will die zweifache Mutter alle Bedürfnisse der Hornsteiner abdecken. Panic selbst „kennen die Leute im Ort eh“, ehrenamtlich ist die Zugereiste etwa in der Bücherei und im Jugendzentrum engagiert.