Spar-Filiale in Breitenbrunn angezählt?

Erstellt am 28. Januar 2022 | 02:59
Lesezeit: 3 Min
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Nahversorger. Das Geschäftslokal der Spar-Filiale im Zentrum von Breitenbrunn könnte mit Jahresende verkauft werden. Die ÖVP sammelt Unterstützungserklärungen für Maßnahmen zum Erhalt der Filiale.
Foto: google maps
Eigentümer denken über Verkauf nach. ÖVP sammelt Unterschriften für Unterstützungsmaßnahmen.

Im Dezember 2019 übernahm Karlo Zadanji die SPAR-Filiale im Zentrum von Breitenbrunn — mittlerweile sind Supermärkte in der Ortsmitte eine Besonderheit. Doch das ist auch mit Problemen verbunden, meint die ÖVP Breitenbrunn. Denn: Mit Jahresende steht ein Verkauf des Geschäftslokales zur Diskussion.

ÖVP sammelt Unterstützungserklärungen

„Seinen privaten, wirtschaftlichen und sozialen Unternehmergeist bewies Karlo Zadanji auch am Anfang der Pandemie, als er Hauszustellungen durchgeführt hat. Ein Lebensmittelgeschäft im Ortszentrum ist nicht nur eine Möglichkeit zum täglichen Einkauf, sondern auch ein Ort der Kommunikation und Begegnung für die Ortsbevölkerung“, betont Vize-Bürgermeister Manfred Niszl in einem Rundschreiben, das an alle Breitenbrunner Haushalte erging.

Um die sechs Arbeitsplätze zu erhalten und „zum Wohle der Bevölkerung“ will sich die Volkspartei nun für den Erhalt der Filiale einsetzen. Dafür müssten allerdings die Rahmenbedingungen verbessert werden, erklärt Niszl. Die ÖVP habe sich auch im Gemeinderat für unterstützende Maßnahmen eingesetzt, etwa „die Errichtung einer Parkplatzregelung (Parken nur für Kunden von Spar zu den Betriebszeiten) sowie ein Austausch der Granit-Pflastersteine auf Betonpflastersteine, damit man mit dem Einkaufswagen zu seinem Fahrzeug fahren und den Einkauf verladen kann. Dies würde den Einkauf erleichtern und den Umsatz steigern“, ist man bei der Opposition überzeugt.

Bürgermeister Hareter: „Nichts überstürzen“

Bei der Bürgermeister-Partei, der SPÖ, sieht man die Sache erwartungsgemäß etwas anders, da man „in der Verantwortung steht und nicht nur schnell ein Schreiben ausschickt“, so Bürgermeister Harald Hareter.

Die Gemeinde unterstütze die Filiale und ihren Betreiber schon jetzt nach Möglichkeit. „Wir kaufen etwa für die Gemeinde und den Kindergarten — dort werden immerhin 70 Mahlzeiten am Tag zubereitet — beim örtlichen Nahversorger ein“, will Hareter den Vorwurf, die SPÖ nehme sich der Problematik nicht an, so nicht stehen lassen. Und: „Der Parkplatz sieht seit 30 Jahren so aus, das kann also nicht das Hauptproblem sein“, widerspricht er der ÖVP.

Jedenfalls sei man bemüht, „dass das Gebäude in gute Hände kommt. Dazu gibt es bereits Gespräche“, diese seien aber noch nicht spruchreif. Ein Nahversorger im Ort sei natürlich immens wichtig. „Wir bemühen uns derzeit um eine Erweiterung des Betriebsgebietes, vielleicht findet sich dort ein geeigneter Platz für einen Nahversorger.“

Derweil bemühe man sich aber in erster Linie mit dem Erhalt der Filiale im Zentrum. „Aber wenn der Eigentümer verkaufen will, kann ich mich auf den Kopf stellen.“ Jedenfalls liefen im Hintergrund Gespräche, auch die Verkehrsgruppe der Gemeinde hat sich der Parkplatz-Problematik bereits angenommen.