Nah & Frisch Schützen, Spar vor dem Aus: Wer versorgt Breitenbrunn?

Erstellt am 09. Dezember 2022 | 04:33
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Noch keine Nachfolgelösung für die angezählte SPAR-Filiale im Ortszentrum.

Die Suche nach einem Ersatz für SPAR-Betreiber Karlo Zadanji in Breitenbrunn geht weiter. Seit einem halben Jahr, bemüht sich die Gemeinde einen Nachfolger zu finden, bis jetzt leider ohne Erfolg. Bis Ende Dezember bleibt der Nahversorger offen, danach ist ungewiss, wie und ob es weitergeht.

Billa in Winden als zusätzliche Konkurrenz

„Einen neuen Betreiber zu finden, ist aufgrund der hohen Energiekosten und der notwendigen Erneuerungen sehr schwer. Doch wir bemühen uns weiterhin“, so Bürgermeister Helmut Hareter, denn ein Nahversorger mitten im Ort sei laut dem Bürgermeister unerlässlich.

Auch Vizebürgermeister Manfred Niszl sieht die Problematik ähnlich: „Es müssten definitiv Umbauarbeiten vorgenommen werden und das in Kombination mit den hohen Energiekosten, das ist schwer zu stemmen.“

Auch die zusätzliche Konkurrenz durch den neuen Billa in Winden sei laut Hareter nicht unbedingt vorteilhaft für den Nahversorger.

Gespräche dauern an, Gmoabus als Zwischenlösung

Eine vorübergehende Lösung soll ab Jänner der sein. Mit diesem werden Fahrten in die Nahbargemeinden angeboten, damit auch die älteren Einwohner eine Möglichkeit zum Einkaufen haben. Gespräche mit SPAR sowie Nah und Frisch dauern in jedem Fall noch an und man hofft, dass man möglichst bald zu einem Ergebnis kommt.

Bei der Presseabteilung des österreichischen Handelsriesen SPAR konnte man auf BVZ-Anfrage nicht mitteilen, wie es ab 2023 weitergeht. Nur soviel: rosig sieht es nicht aus: „Der Standort wird von einem selbstständigen Kaufmann betrieben, der den Markt mit Ende des Jahres schließen wird. Leider entspricht der Standort nicht mehr den modernen Anforderungen und vor allem ist er wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll zu führen“, heißt es dazu von der SPAR-Presseabteilung.

Denkbar wären also sowohl ein Abschied von SPAR aus Breitenbrunn wie auch eine Ersatzlösung. Allerdings: Kleine Filialen im Ortszentrum liegen nicht gerade im Trend, Konkurrent Billa baute unlängst zwei Filialen im Bezirk, beide am Ortsrand (Hornstein) bzw. außerhalb der Gemeinde (Donnerskirchen) aus. Ob ein Neubau am Ortsrand in Frage kommt, beantwortete SPAR bis Redaktionsschluss nicht.

Nah und Frisch in Schützen ebenfalls vor dem Aus

Wie schwer es ist, einen Nahversorger im Dorf aufrecht zu erhalten, zeigt sich auch in Schützen am Gebirge. Auch hier ist die Gemeinde bemüht, so schnell wie möglich einen geeigneten Ersatz für die Nah und Frisch Betreiberin Nadja Artner-Petz zu finden.