Flötistin kehrt heim nach Eisenstadt. Nina Altenburger ging von Eisenstadt nach Amsterdam um Flöte zu studieren. Jetzt tourt sie mit Band durchs Burgenland.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 07. Juli 2019 (06:37)
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Nina Altenburger bei der Probe mit ihrer historischen Blöckflöte. Foto: zVg

Auf die obligate Frage „Was ist deine Lieblingsmusik?“ bekommt man selten „Renaissance!“ als Antwort inklusive strahlenden Augen zurück. Schon gar nicht von 21-Jährigen. Aber Nina Altenburger ist eben kein normales Exponat ihrer als wankelmütig verschrienen Generation.

Den Beruf ihrer Mediziner-Eltern zu erlernen war nie eine Option. Mit 15 lernte sie Blockflöte – und blieb dabei. „Die Blockflöte gilt eigentlich als Einsteiger-Instrument. Aber wenn man sich länger mit ihr beschäftigt, merkt man erst, wie vielschichtig und variantenreich dieses Instrument ist“, erklärt sie auch ungeschulten Ohren gerne.

Ihre Lernkurve jedenfalls war steil. Von der Zentralen Musikschule über das Haydn-Konservatorium ging es auf die Musik-Uni nach Amsterdam. Ein großer Schritt. Aber eben nicht für Nina. „Dort gibt es den für mich besten Professor. Also bin ich dort hin“, erzählt sie lapidar. Die steile Lernkurve wurde dort noch steiler und ihr Bachelor nach drei Jahren ein Jahr unter der Mindeststudienzeit fertig.

Jetzt tourt sie mit vier Flötisten als „Five Spices“ durch das Burgenland (Termine siehe rechts). Mit im Gepäck ist ihr ganzer Stolz: Ein Nachbau einer Renaissance-Flöte. Diese wirkt riesig, soll aber weich klingen. Man darf gespannt sein.