Erstellt am 13. November 2018, 14:06

von Wolfgang Millendorfer

„Gedenk-Toolbox“ für Jugendliche. Der Zweite Landtagspräsident Rudolf Strommer und JVP-Landesobmann Patrik Fazekas präsentierten einen neuen Beitrag zum Gedenkjahr 2018.

ÖVP-Initiative: Der Zweite Landtagspräsident Rudolf Strommer und ÖVP-Jugendsprecher Patrik Fazekas (v.l.) präsentierten die „Gedenk-Toolbox“.  |  Alexandra Gollubics-Prath

Im heurigen Gedenkjahr steht nicht nur das 100-Jahr-Jubiläum der Ausrufung der Republik Österreich im Mittelpunkt, sondern auch die Erinnerung an den „Anschluss“ 1938 und die Folgen der NS-Diktatur. Um das Demokratieverständnis zu fördern und den Jugendlichen die Geschichte näherzubringen, hat die Junge ÖVP eine eigene „Gedenk-Toolbox“ ins Leben gerufen.

Die Initiative wurde vor Kurzem von JPV-Landesobmann und ÖVP-Jugendsprecher Patrik Fazekas und dem Zweiten Landtagspräsidenten Rudolf Strommer präsentiert. „Wir wollen uns in diesem Jahr mit der Geschichte Österreichs auseinandersetzen. Ziel ist es, den Menschen und vor allem den Jugendlichen zu zeigen, was Demokratie bedeutet und was es bedeutet, wenn die Demokratie ausgehebelt wird“, erklären Strommer und Fazekas.

„Für Geschichte sensibilisieren“

Das Gedenkjahr soll aus Sicht der Volkspartei Burgenland auch dazu genutzt werden, um speziell Jugendliche für die dunklen Seiten der Geschichte zu sensibilisieren. „Nur mit einer starken Demokratie können künftig die Gräueltaten der Vergangenheit verhindert werden. Deshalb haben unsere Vorfahren für das Wahlrecht gekämpft. Damit nicht Macht und einzelne Interessen im Vordergrund stehen, sondern damit der Mensch bestimmt, was in Österreich passiert“, so Strommer.

Neben dem allgemeinen Wahlrecht sei vor allem auch das Miteinander und Zivilcourage entscheidend. „Es ist wichtig, dass Menschen sich gegenseitig helfen.“

„Wir sehen es als Aufgabe unserer Generation, mit der Geschichte verantwortungsvoll umzugehen und daraus zu lernen, damit solche Ereignisse nie wieder geschehen“, betont Fazekas. Ziel der „Gedenk-Toolbox“ ist es daher, den Mitgliedern, Funktionären und Ortsgruppen leichter zu ermöglichen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und Veranstaltungen oder Exkursionen dazu zu planen.

Die „Gedenk-Toolbox“ enthält unter anderem eine Liste mit Gedenkstätten, eine Übersicht der Chronologie der österreichischen Geschichte, Briefe von Zeitzeugen, eine Sammlung von Film- und Buchvorschlägen und vieles mehr.

Alexandra Gollubics-Prath

Fazekas und Strommer weisen in diesem Zusammenhang auch auf eine weitere Initiative der Volkspartei hin: Die Forderung nach einer Förderung für Schul-Exkursionen in das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen, die bereits umgesetzt wurde. So werden für die Exkursionen die Kosten für Führungen durch geschultes Personal übernommen. Eine weitere Forderung ist nun die Übernahme der Kosten für die Anreise nach Mauthausen, „damit alle Schülerinnen und Schüler im Burgenland die Chance bekommen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen“.