Ein Wegweiser durch den Eisenstädter Baustellen-Sommer. Der gelernte Eisenstädter weiß: Kommt der Sommer, wird gebaut. An diesen Stellen heuer ganz besonders. Eine Übersicht.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 26. Juni 2019 (06:05)

Täglich pendeln mehr Menschen nach Eisenstadt, als die Haydn-Stadt überhaupt Einwohner hat. Das spricht für die Stadt, sagt aber auch alles über den Verkehr. Den kann eine Baustelle leicht zum Erliegen bringen. Die BVZ hat all diese zusammengefasst.

Ödenburger Straße wird Einbahn. Und Nadelöhr.

Besonders spannend wird die Baustelle in der Ödenburger Straße. Wie die BVZ als erstes Medienhaus des Landes berichtet hatte, müssen hier Leitungen verlegt werden. Das macht diese Hauptverkehrsader stadteinwärts zumindest über den Sommer zur Einbahn. Stadtauswärts wird der Verkehr durch die St. Rochus-Straße geführt. Dort sollen zwei Ampelanlagen bei den Kreuzungen Richtung Domplatz und zur Ruster Straße den Verkehr regulieren. Ein Umfahren ist schwer möglich, auch die Straßen zum Bahnhof werden baubedingt als Einbahnen geführt. Die Ausweichroute Feiersteig mündet nur ins nächste Nadelöhr: Die zu Stoßzeiten chronisch überlastete Kreuzung Wiener Straße. Daher sollte man bei innerstädtischen Wegen aufs Auto ganz verzichten.

Bellaflora: Neue Straße mit Kreisverkehr-Exit?

Fix ist: Die bereits länger fixierte Verbindungsstraße zwischen Triftweg und Mitterjochweg, vorbei am Bellaflora, wird gerade gebaut. Nicht fix ist, ob im Zuge dessen auch die Kreisverkehr-Ausfahrt Trifftweg gestrichen und der Verkehr nach Kleinhöflein über die neu geschaffene Straße zum Mitterjochweg umgeleitet werden soll.

Matthias Zachs von der IVB-Immobiliengesellschaft, der Teile des Grundstücks gehören, hatte der BVZ im April erklärt, dass mit diesem Schritt weitere Ansiedelungen folgen können. Der städtische Bau-Direktor Werner Fleischhacker steigt da aber auf die Bremse: Heuer und wahrscheinlich auch 2020 werde nichts in diese Richtung geschehen, die Planungsphase mit Land und Gewerbebesitzern ist langwierig. „Außerdem“, betont der Kleinhöfleiner Ortsvorsteher Josef Weidinger, „braucht es davor einen Anrainer-Dialog.“

Domplatz-Arbeiten ohne Verkehrsbehinderung

Eine Entwarnung gibt es von Eisenstadts nächstem Nadelöhr, dem Domplatz. Hier wird zwar tief gegraben, der Verkehr bleibt davon aber unberührt. Die Stadt tauscht das öffentliche WC durch eine moderne, barrierefreie und selbstreinigende Automatiktoilette. Sie soll laut Fleischhacker in „ein, zwei Wochen“ stehen. Kuriosum: Die Kosten von 124.000 Euro könnte die Stadt in drei Jahren wieder „herinhaben“, Vandalen fügten dem alten WC jedes Jahr 30.000 Euro an Schäden zu.

Stadt-LKW bekommen Abbiegeassistenten

Ein bisschen sicherer wird der Verkehr für Fußgeher und Radfahrer. Diese werden beim Abbiegen von LKW nämlich oft übersehen, da große Autos einen noch größeren „toten Winkel“ haben. Die Stadt stattete nun drei LKW ihrer Wirtschaftsbetriebe mit Abbiegeassistenten aus. Diese überwachen mit Seitenkameras den Abbiegebereich des LKW und warnen den Fahrer optisch (Kamerabild) und akustisch (Lautsprecher).

„Auch wenn noch kein Stadt- Fahrzeug in so einen Unfall verwickelt war, haben wir aktiv in die Aufrüstung investiert“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

Kosten: 2.000 Euro pro LKW.