Beschimpft & zugeparkt: Ärger bei Florianis. Bei Einsatz in Purbach wurden Feuerwehrmänner und -frauen beschimpft, in Donnerskirchen blockieren Autos die Ausfahrt.

Von Sigrid Janisch. Erstellt am 18. April 2021 (05:13)
Bild links: Die Zufahrt zur Feuerwehr-Wache in Donnerskirchen ist leider immer wieder zugeparkt. Bild rechts: Bei einem solchen Einsatz wurden die Purbacher Florianis von Autofahrern beschimpft.
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Braucht man Hilfe, ist man froh, wenn schnell die Profis kommen. Ist man nicht betroffen, macht sich schnell Unmut breit, der dann an den Helfern ausgelassen wird. Diese Erfahrung machen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr immer häufiger, wie etwa Purbachs Feuerwehrkommandant Peter Fröch bestätigt.

Vergangene Woche kam es in Purbach zu einem Unfall im Bereich eines Bahnübergangs. Ein Kran-LKW hatte mit seinem Kran die Oberleitung bei einem Eisenbahnübergang im Ort abgerissen. Deshalb mussten die Mitglieder der Feuerwehr die Unfallstelle absperren und den Verkehr umleiten, damit die Leitung repariert werden konnte. Dafür hatten aber nicht alle Autofahrer Verständnis und beschimpften die Florianis sogar.

Bei einem solchen Einsatz wurden die Purbacher Florianis von Autofahrern beschimpft.
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In Donnerskirchen wiederum kommt es immer wieder vor, dass die Ausfahrten des Feuerwehrhauses trotz Parkverbotes zugeparkt sind. Gleich neben dem Feuerwehrhaus sind Gemeindeamt und Trafik und Autofahrer bleiben „nur ganz kurz“ hier stehen.

Die Einsatzfahrzeuge können dann nicht zu einem Einsatz ausrücken und helfen. Daher gibt es immer wieder die Bitte der Feuerwehr an die Bevölkerung, diesen Bereich vor dem Feuerwehrhaus frei zu halten.

„Das Problem ist, dass wir nicht immer über die Sirene alarmiert werden. Gerade jetzt ist die Mannschaft aufgeteilt. Bei Einsätzen, bei denen keine Gefahr in Verzug ist, wird eine Gruppe still alarmiert. Das wissen die Autobesitzer nicht und wir müssen sie erst finden“, erklärt Donnerskirchens Kommandant Harald Heintz.

Die Zufahrt zur Feuerwehr-Wache in Donnerskirchen ist leider immer wieder zugeparkt.
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Die professionelle Hilfe bei einem Unfall oder Brandfall ist allerdings nicht selbstverständlich. „Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren verlassen nicht nur sofort ihren Arbeitsplatz oder ihre Familien zu jeder Tages- und Nachtzeit“, erklärt Fröch. Sie investieren auch viel ihrer Freizeit in Aus- und Fortbildungen, um für die Menschen dazusein.