Frau stahl Geld aus Opferstock: Prozess

Erstellt am 27. Januar 2022 | 04:10
Lesezeit: 2 Min
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Aus finanzieller Not beging eine Frau Diebstähle in einer Kirche. Sie holte Geld aus einem Opferstock.
Foto: Symbolfoto: Kirchmeir
Arbeitslose 46-Jährige fischte in Purbach Münzen und Geldscheine aus Spendenbox.

Anfang des Jahres 2021 habe man bemerkt, so eine Vertreterin der Pfarrgemeinde Purbach, dass Geld aus dem Opferstock fehlte.

Das habe sich anhand des Kerzenverbrauchs erkennen lassen: Pro Kerze sollten 60 Cent im Opferstock landen.

Als die Diebstähle nicht aufhörten, habe man sich entschieden, eine Überwachungskamera zu installieren, berichtete die Vertreterin der Pfarre.

Im Herbst 2021 war dann tatsächlich eine Frau auf den Videoaufnahmen zu sehen, die mit einer Pinzette am Opferstock hantierte und offenbar Geldmünzen und Banknoten herausfischte.

Diese Frau musste sich am Montag dieser Woche wegen schweren Diebstahls vor Gericht verantworten.

Angeklagte gab Diebstähle zu

Vorgeworfen wurde ihr, von Jänner bis Oktober 2021 insgesamt 600 Euro aus dem Opferstock gestohlen zu haben.

„Es stimmt, dass ich dort war“, sagte die Frau. „Aber es war nicht 15 Mal und es waren nicht 600 Euro.“

Sie sei nur viermal in der Kirche gewesen und habe insgesamt 45 Euro aus dem Opferstock geholt.

Bei den Angaben zu ihrer Person hatte die gebürtige Ungarin angegeben, arbeitslos zu sein. Sie bekomme keine Arbeitslosenunterstützung und lebe von ein bisschen Geld, das sie von ihrem Vater geerbt habe.

Ende August habe sie eine Strafe von 200 Euro bekommen, weil sie in Österreich nicht gemeldet sei. „Anschließend bin ich stehlen gegangen“, sagte die Angeklagte.

Richterin Karin Lückl bot ihr eine Diversion an. Wenn die Frau 360 Euro Geldbuße bezahlt, wird das Verfahren gegen sie eingestellt.