Rust am See

Erstellt am 23. Juni 2018, 06:57

von BVZ Redaktion

Bachkönig: Mit Buchprojekt das Jahr 1989 aufarbeiten. Wolfgang Bachkönig arbeitet an einem Buch über die Flucht von DDR-Bürgern, die sich 2019 zum 30. Mal jährt.

Tatendrang. Bereits an seinem zweiten Tag als Pensionist begann Ex-Polizist Wolfgang Bachkönig mit den Recherchen für sein Buch, in dem er rund 30 Zeitzeugen zum Fall des Eisernen Vorhangs interviewt. Foto: Nina Sorger  |  Nina Sorger

Nächstes Jahr wird es 30 Jahre her sein, dass rund 80.000 DDR-Bürger über das Burgenland in den Westen flohen und den Fall des Eisernen Vorhangs einleiteten.

Schon jetzt ist Ex-Polizist und Autor Wolfgang Bachkönig mit Feuereifer dabei, im Rahmen seines neuesten Buchprojektes die damaligen Geschehnisse entlang der Grenze zwischen Ungarn und dem Burgenland aufzuarbeiten. „Ich bin Ende August in Pension gegangen und am 2. September habe ich bereits mit den ersten Recherchen begonnen“, so Bachkönig.

Die Idee dazu wurde bereits 2009 geboren: „Ich war mit meinem Chef bei einer Gedenkfeier in Budapest und habe einen Zeitzeugen kennengelernt, der auf der Flucht gefangen genommen wurde und in Sopron im Gefängnis saß. Seine Geschichte hat mich so bewegt, dass ich mich dazu entschlossen habe, ein Buch darüber zu schreiben“, schildert Bachkönig.

Zu seinen Recherchen gehören unter anderem rund 30 Interviews mit Zeitzeugen aus Österreich, Ungarn und der DDR.

Erscheinen soll das Buch „Sommer 1989 – Durch die Löcher des Eisernen Vorhanges in die Freiheit“ rechtzeitig zum Jubiläum im Spätsommer 2019.