Jungstorch fiel aus Nest beim Weingut Just. Ein Jungstorch fiel während der Fütterung aus dem Netz und blieb verletzt am Dach liegen. Nun wird er vom Storchenverein gepflegt.

Von Peter Wagentristl. Update am 08. Juli 2020 (16:21)

Einen Storch am Dach zu haben, ist eine Ehre: Nicht nur wegen des Werbewerts für den Tourismus, sondern weil die Zugvögel in der Storchenstadt geschätzt und umworben sind.

Beim Weingut Just freut man sich etwa sehr über das Storchenpaar am Dach, das bereits für Nachwuchs gesorgt hat. Umso größer war der Schreck, als bei der Fütterung durch die Eltern einer der Jungstörche aus dem Nest fiel und sich leichte Verletzungen zuzog. Dabei rutschte der Storch vom Dach in die Regenrinne.

Zufällig richtete Gerhard Just gerade die Kamera auf die Jungtierfütterung. „Zum Glück waren wir gerade zuhause. Die Regenrinne heizt sich nämlich ziemlich auf, lange hätte der Storch dort nicht überlebt“, schildert der Winzer der BVZ.

Video: Weingut Just

Der Jungstorch wurde rasch aus seiner misslichen Lage befreit, der Storchenverein rückte aus und rettete den verletzten Storch vom Dach. Von dort ging es für Meister Adebar in die Pflegestation des Vereins.

„Zum Glück war die Verletzung am rechten Flügel nicht so schlimm, es ist nur eine Bänderzerrung, kein Bruch“, beruhigt Gerhard Just. Den Storch haben die Winzer Leopold getauft, „einmal pro Woche dürfen wir ihn in der Pflegestation besuchen. Mittlerweile isst er wieder brav, er verschlingt schon ganze Fische“, so Just.

Leopold hat sich bereits gut erholt, wenn er wieder fit ist, geht es für ihn auf die Storchenwiese, wo er ausgewildert wird. „Geplant ist, dass er im Winter bereits mit seiner Gruppe weiterzieht. Wenn nicht, bleibt er in Rust“ — wo bestens für ihn gesorgt wird.