Rust am See

Erstellt am 22. Januar 2019, 09:30

von APA Red

Vorbereitungen für Storchenjahr laufen bereits. Auch wenn der Winter mit den aktuell eisigen Temperaturen gerade so richtig in Fahrt gekommen ist und der Frühling noch weit entfernt scheint, laufen in der Storchenstadt Rust im Burgenland bereits jetzt die Vorbereitungen für Meister Adebars Ankunft. Am vergangenen Wochenende wurden Reben geschnitten, um im Februar neue Nester zu bauen, erzählte Storchenvereinsobmann Josef Karassowitsch.

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"Am Samstag waren wir mit circa acht bis neun Leuten beim Rebenschneiden bei einem guten Bekannten. Der Weinbauer schneidet diese vor und wir erledigen den Rest", berichtete Karassowitsch am Dienstag. "Für die Storchennester brauchen wir unbedingt Weißweinreben, weil Rotweinreben schneller brechen. Am 8. Februar treffen wir uns dann, um etwa 17 bis 18 neue Nester zu bauen." Ende Februar werden die bestehenden, guten Nester schließlich gereinigt und andere durch neue ersetzt - und zwar mit Hilfe eines Kranwagens.

Mit den kalten Temperaturen die derzeit herrschen, haben die hiergebliebenen Störche - drei in Rust und ein Storch in Oggau (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) - kein Problem, so der Obmann. "Die Minusgrade stören den Storch nicht. Das einzige Problem, das dadurch entsteht, ist die erschwerte Futtersuche. Wenn wie jetzt der Boden gefroren ist, müssen wir zufüttern. Das passiert in einer Pflegestation."

Auf dem Dach eines Stadels werden die Tiere mit ausreichend Futter versorgt. In dieser Pflegestation befinden sich außerdem auch fünf Störche dauerhaft. Unter ihnen sind Tiere, die nicht mehr fliegen können.

Im vergangenen Jahr sind die ersten beiden Störche Anfang März aus dem Winterquartier nach Rust zurückgekehrt. Ein Monat zuvor war im Bezirk Oberwart bereits ein Meister Adebar gesichtet worden.