Ruster Floristin: Zusperren statt Jubiläumsfeier. Eigentlich wollte Floristin Katja Kanitsch-Lang das zehnte Jubiläum ihres Ladens feiern. Nun muss sie die Blumen verschenken.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 19. März 2020 (06:16)
Blumen zu verschenken. Floristin Katja Kanitsch-Lang wollte eigentlich das zehnte Jubiläum ihres Blumenladens feiern. Nun muss die Feier abgesagt und der Laden geschlossen werden, die Blumen verschenkt sie ans Altersheim.  Foto: zVg
zVg

Für Floristin Katja Kanitsch-Lang sind die Schließungen auf Grund der Corona-Maßnahmen besonders bitter: Sie kann nun das zehnte Jubiläum ihres Shops nicht feiern, sondern muss ihn schließen.

Als wären die dadurch entfallenen Einnahmen nicht genug, bleibt sie nun auch noch auf Blumen im Wert von über 2.000 Euro sitzen. „Ein kurzfristiger Abverkauf ist noch relativ gut angekommen, trotzdem steht noch sehr viel im Geschäft“, ärgert sich die Floristin.

Doch die Maßnahmen gegen Corona-Virus sorgen eben auch für Solidarität: Damit die leidenschaftliche Floristin ihre Blumen nicht auf den Müll werfen muss, spendet sie die übrig gebliebenen Blumen an das SeneCura Altersheim in Rust. „Einen Teil der Blumen stelle ich auch vor mein Geschäft zur freien Entnahme.

„Wie hoch das Minus ausfällt, steht noch in den Sternen. Meine Angestellte muss ich ja trotzdem bezahlen und alle anderen Zahlungen, wie etwa Kredite und Versicherungen ebenso“, sorgt sich Kanitsch-Lang und hofft auf Unterstützungsmaßnahmen der öffentlichen Hand.

„Floristin zu sein ist mein Leben und meine Berufung“, erklärt die Rusterin. Ihren Laden hat sie vor zehn Jahren von Familie Augsten, die Jubiläumsfeier soll nachgeholt werden.