Wanderer fütterten Schafe: Zehn Tiere tot. Aufgrund von falscher Fremdfütterung verstarben im letzten Jahr zehn Schafe auf einer Weide in Schützen.

Von Lisa-Marie Zehetbauer. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:44)
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Gefährlich. Tieren auf Weiden Futter zu geben, kann für diese lebensgefährlich sein, etwa für die Tiere in Schützen.
Zehetbauer, Zehetbauer

In Schützen verstarben Schafe, nachdem falsches Futter auf die Weide geworfen wurde.

Martin Mitrings Schafe und Ziegen leben unter anderem auf einer Weidefläche in Schützen. Trotz zahlreicher Verbotsschilder, werfen „Tierfreunde“ immer wieder vermeintliches Futter über den Zaun. Besonders beliebt hierbei sind trockenes Brot und Obst. Der erste Vorfall ereignete sich vergangenen Sommer. Sechs Schafe starben, weil sie das falsche Futter fraßen.

Drei weitere Schafe und ein Ziegenbock starben vor vier Wochen, ebenfalls wegen Fremdfutter. Dabei hätte es noch viel schlimmer kommen können: Mitring fand nicht nur die toten Tiere auf der Weide vor, sondern auch noch einige Schafe, die sich vor Schmerzen krümmten. Diese Schafe befinden sich glücklicherweise auf dem Wege der Besserung.

Fütterungen trotz Verbotsschilder

Mitring versteht nicht, wieso Leute privat gehaltene Tiere trotz Verbotsschildern füttern: „Anscheinend können manche Leute einfach nicht richtig lesen. Oder vielen ist einfach nicht bewusst, welchen Schaden sie den Tieren zufügen können.“ Er erklärt, dass es beim Füttern vor allem auf die Menge ankomme. So führe zum Beispiel Brot ab einer größeren Menge (bereits ab 200 Gramm) zu einer Pansenübersäuerung und anschließend zum Tod.

Der Schafbesitzer hat mittlerweile jeden Tag Angst, sobald er sich auf den Weg zu seinen Tieren macht. „Ich habe schlaflose Nächte hinter mir. Ich möchte nie wieder ein totes Schaf wegen Fremdfütterung vorfinden“, so der Schützener. Einen konkreten Verdacht hat er nicht.

Derzeit ist Ruhe eingekehrt. „Wir möchten uns aber nicht darauf verlassen, dass es so bleibt“, sagt Mitring. Aktuell denkt er über weitere Maßnahmen nach, wie er seine Tiere zukünftig schützen kann.