Breitenbrunn

Erstellt am 20. Juni 2018, 04:56

von BVZ Redaktion

Frist für Mängel: Unruhe unter Mobilwohnheimbesitzern. Das Seebad Breitenbrunn geht Anfang 2019 an Esterházy – Gemeinde machte nun Bestandsaufnahme des Mobilwohnheimparks.

Zukunft. Die Mobilwohnheimbesitzer im Seebad Breitenbrunn erhielten ein Schreiben mit den Mängeln ihrer Mobilwohnheime. Dies sorgt für Unruhe. Foto: Janisch  |  Sigrid Janisch

Unruhe herrscht unter den Mobilwohnheimbesitzern im Seebad Breitenbrunn, das Anfang 2019 an die Esterházy GmbH zurückgeht. Für eine geordnete Übergabe beauftragte die Gemeinde einen sachverständigen Architekten, eine Bestandsaufnahme zu machen. Mittels Brief wurden den Besitzern Mängel mitgeteilt. „Die Frist, um diese zu beheben, ist für Ende September angesetzt“, so Bürgermeister Helmut Hareter (SPÖ).

„Plötzlich passt nichts mehr“

„Die Stimmung ist ungut“, erklärt ein Besitzer, der seit über 30 Jahren am See ist. „Jahrzehntelang hat die Gemeinde die Pachten kassiert, ohne sich darum zu kümmern, wie hier was gebaut wurde. Plötzlich passt nichts mehr“, sagt er.

Ein anderer Besitzer, der auch seit 37 Jahren am See ist, dazu: „Dass etwas gemacht werden muss, ist klar. Tatsache ist aber auch, dass es in den letzten Jahrzehnten keine Kontrollen gab.“

„Briefe waren als Hilfe gedacht“

Hareter: „Die Besitzer wurden sehr wohl auf bauliche Fehler hingewiesen. Bei kleineren Mängeln wurde oft ein Auge zugedrückt, wenn diese nicht behoben wurden. Wir wollten niemanden klagen. Mit den Briefen wollten wir darauf hinweisen, dass die Möglichkeit besteht, wenn es Mängel gibt, dass es keinen neuen Vertrag gibt.“ Wie es mit dem Seeareal weitergeht, soll bei einer Infoveranstaltung heute, Mittwoch, dem 20. Juni, um 19 Uhr, in der Kirschblütenhalle erläutert werden.

Hier wird Hareter auch über das Finanzielle reden müssen, denn der Gemeinde werden Einnahmen entgehen, wenn das Seebad nicht mehr ihr obliegt. „Wir werden die Gemeinde solide weiterführen. Wir verlieren zwar Einnahmen, haben aber auch weniger Ausgaben. Wir hoffen auf einen touristischen Aufschwung“, so Hareter. Esterházy wird sich an der dieswöchigen Veranstaltung nicht beteiligen, plant aber für Mitte Juli eine Infoveranstaltung und eine Ausstellung, bei der das Projekt umfassend präsentiert wird.