„Eisenstadt einst und heute“, Teil 7: Burgstallberg. Die Zeitreise durch Eisenstadts Geschichte führt diesmal auf 3.800 Jahre alten Befestigungs-Berg.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. September 2019 (18:00)

Der Burgstallberg zwischen dem ORF Landesstudio und der Landesfeuerwehr-Zentrale war schon gegen Ende der Frühbronzezeit vor rund 3.800 Jahren befestigt und war damals schon mit einer in unseren Breiten keineswegs üblichen Trockensteinmauer versehen.

In der älteren Eisenzeit vor etwa 2.700 Jahren wurde der Burgstallberg zu einer Höhensiedlung ausgebaut. Sie war ein Fürstensitz der Hallstattkultur mit den Ausmaßen 350 mal 150 Metern und war am Berggipfel und an Teilen des Südhangs situiert. Jene „Fürsten“, die an der Spitze der Gesellschaft standen, waren adelige Krieger, die nach ihrem Ableben in reich ausgestatteten Hügelgräbern beigesetzt wurden.

Davon ist leider nichts mehr zu sehen, nur die Grundmauern der ehemaligen Aussichtswarte sind noch vorhanden.

Der Kalksteinofen am Bronzezeit-Berg

Am Fuße des Bergs in der heutigen Leithabergstrasse wurde Kalkstein abgebaut und in einem Kalkofen Branntkalk hergestellt. Der Familienname Kalkbrenner leitet sich aus dieser Berufsbezeichnung ab. Der alte Kalkofen in der Leithaberg-Straße bei den heutigen Häusern Nummer 17 bis 19.

Erst als Dr. Athanasios Notas in den 1970er-Jahren sein Haus baute, ließen er und seine Nachbarn die Abraumhalden bis hinauf zum Wald und der Hochspannungsleitung einebnen.

Nach 1945 begann dann die Bautätigkeit in der Leithaberg-Straße. Auf diesem Foto sieht man im Vordergrund das Eckhaus, das so genannte Kalbantner-Haus, es steht noch heute an der Nebenfahrbahn, rechts dahinter das sogenannte Steiner-Haus (der Namensgeber, Herr Steiner soll Schlangen geliebt haben, er wohnte später in der Wormser Strasse).

Der Blick zur Stadt war damals noch unverbaut.

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