Essen am Wegrand

Alexandra Maria Rath stellte ihr Buch „Wildes Wien“ vor, in dem sie Sehenswürdigkeiten und interessante Rezepte teilt.

Erstellt am 11. September 2021 | 07:08
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Zusammenarbeit. David Manninger, Alexandra Maria Rath und Hannes Pinterits (v.l.) freuen sich über das gelungene Buch, in dem nicht alltägliche Kräuter, die aber fast überall wachsen, neu präsentiert werden.
Foto: Janisch

Ein neuer kulinarischer Reiseführer gibt nun nicht nur einen Überblick über die gängigsten Sehenswürdikeiten in Wien, sondern auch Rezepte mit ungewöhnlicheren Zutaten, die man aber fast überall findet – so genannte Beikräuter, von vielen auch eher als Unkraut gesehen, denn als Kochzutat, wie auch Autorin Alexandra Maria Rath bei der Buchpräsentation im Siegendorfer Safranoleum mit einem Schmunzeln feststellt.

Die Idee zu diesem doch außergewöhnlichem Reiseführer/Rezeptbuch kam der Ernährungswissenschafterin und Kräuterpädagogin, die in Wien lebt, aber Kärntner und burgenländische Wurzeln hat und am Land aufwuchs. „Ich wollte einen anderen Blick auf die Sehenswürdigkeiten, aber auch auf die Vielzahl an essbaren Pflanzen geben, die in unserem Alltag oft übersehen werden“, erklärt Rath das Konzept ihres Buches. Dazu arbeitete sie auch mit Historikern zusammen.

Dabei findet man interessante Informationen und Anekdoten, sowohl zu den Monumenten, als auch zu den Pflanzen. Zu denen gibt es dann auch Rezepte, etwa zu Löwenzahn, Veilchen, Gundelrebe, Wildem Amarant, Berberitze, Brombeeren, Giersch, Wildem Hopfen oder die Brennnessel, um nur einige der erwähnten Beikräuter zu erwähnen. Bei der Umsetzung half ihr auch der Siegendorfer Grafiker David Manninger, der die Außenfotos der Sehenswürdigkeiten in Kombination mit den Pflanzen machte. Ein Beispiel ist der Löwenzahn. Diesen fotografierte er vor dem Löwengehege im Tiergarten Schönbrunn, wo er zufällig sehr gut wächst.

Andere Kräuter wachsen auch sehr gern als Pionierpflanzen auf so genannten „Gstettn“ oder auch auf Erdhügeln, die als Aushub von Baugruben anfallen. DIe Kräuter wachsen aber nicht nur in Wien, sondern sind auch am Land, etwa auf Wiesen und in Wäldern zu finden. Hält man die Augen offen, kann man so wahre Vitamin- und Nährstoffbomber gleich beim nächsten Spaziergang einsammeln.

„Man sollte aber unbedingt nur das pflücken und Essen, wenn man sich zu 150 Prozent sicher ist, auch die richtige Pflanze zu haben“, betont Rath ausdrücklich. Im Zweifelsfall könnten Apps auch bei der Bestimmung helfen.