Trausdorfer will mit Schoko-Nikolos „ein kleines Lächeln zaubern“

Erstellt am 25. November 2022 | 05:46
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Nikolo-Gruß. Kerstin Bailer und Andy Tomek.
Foto: @mike_picture
Andreas Tomek aus Trausdorf engagiert sich für kriegsbedingte Waisenkinder aus der Ukraine: „Süße Spenden“ sollen zumindest für ein wenig Adventstimmung sorgen.

„Ich mache weiter, so lange Hilfe gebraucht wird“, hatte der junge Mann aus Trausdorf mit Erfahrung im Projektmanagement Anfang März erklärt. Bereits damals hatte Andreas „Andy“ Tomek eine groß angelegte Spendenaktion für Flüchtlinge aus der Ukraine organisiert – die BVZ hat berichtet. Sein Engagement ist seit damals nicht abgerissen, nun, wo die Adventzeit vor der Tür steht, gehört es vor allem den Jüngsten.

„In Ungarn, sozusagen direkt vor unserer Haustür, kümmert sich eine Privatstiftung um die Unterbringung von derzeit rund 30 Kindern aus der Ukraine in Györ, – es werden voraussichtlich sogar noch deutlich mehr Kinder werden, die diese Unterstützung brauchen. Der Krieg hat sie zu Waisen gemacht oder man weiß einfach nicht, wo ihre Eltern sind, – diese Kinder sind sonst ganz allein“, schildert Tomek, der selbst familiäre Wurzeln in Ungarn hat.

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Wären sonst auf sich allein gestellt. In Ungarn untergebrachte Waisenkinder aus der Ukraine.
Foto: Tomek

Da die Privatstiftung „ohne finanzielle Unterstützung“ dastehe, würde er mit seiner aktuellen Hilfsaktion gerne „kurz vor Weihnachten zumindest ein kleines Lächeln in die Gesichter der Kinder zaubern.“

Gelingen soll das mit gespendeten vorweihnachtlichen Süßigkeiten, die dann in Nikolosackerl verpackt am 3. Dezember im Rahmen einer kleinen Feier den Kindern in Györ übergeben werden. Während große Süßwarenproduzenten aus Österreich seine Spendenanfrage weitgehend ignoriert hätten, seien andere bereitwillig mit an Bord der Aktion gekommen, freut sich Tomek: „Dabei sind etwa Trausdorfs Greisslerin ,Die Bailerin‘, die HLA Baden und mit Pia Dragschitz eine sehr engagierte Dame aus Wulkaprodersdorf.“ Wer außerdem mitmachen möchte, könne Spenden noch bis 2. Dezember bei Kerstin Bailer abgeben beziehungsweise ihn selbst kontaktieren (0676/9542909), so Tomek.

Natürlich seien die Zeiten zuletzt merklich schwieriger geworden, die Spendenfreudigkeit sei dadurch „nicht mehr so wie am Anfang “, der Ukraine-Konflikt werde teilweise auch „negativ reflektiert“, räumt Tomek ein: „Aber ich schlage mich hier auf keine Seite, es geht rein um die Kinder, – die können nämlich rein gar nichts dafür.“