Vandalismus in Oslip: Harte Kritik und Konter. Bei der Leichenhalle wurde vor kurzem eine Laterne zerstört. Ein ehemaliger SPÖ-Politiker äußerte Kritik an Ortschef Bubich, dieser widersprach der Darstellung vehement.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 07. Dezember 2019 (06:11)
Vandalismus. Die zerstörte Laterne war Stein des Anstoßes für die Kritik.
zVg

Die BVZ erreichen öfters Schreiben von Lesern, die sich über Missstände in ihrer Gemeinde beschweren. So auch bei einem Mailverkehr zwischen dem ehemaligen Osliper Vize-Bürgermeister Franz Schindler (SPÖ) und Bürgermeister Stefan Bubich (ÖVP), der der BVZ weitergeleitet wurde.

Darin fragt Schindler — gespickt mit harter Kritik am Ortschef — ob die in die Jahre gekommene Leichenhalle „noch ein würdiger Platz für die Verabschiedung Verstorbener, die nicht der römisch katholischen Kirche angehören“ ist. Auf den Zustand der Leichenhalle wird dabei weniger eingegangen, mehr auf einen Vandalenakt: Vor der Leichenhalle wurde eine Laterne zerstört und laut Schreiben nicht ordnungsgemäß repariert. Zudem übte der Verfasser heftige Kritik an Bürgermeister Bubich, da dieser nicht auf Beschwerden reagiere und nicht aktiv werde.

Bubich kontert und legt Mailverkehr vor

Dieser Darstellung widerspricht der Ortschef vehement und legt seinerseits die Korrespondenz mit dem ehemaligen SPÖ-Vize-Bürgermeister vor. Entgegen der Behauptungen von Schindler gibt es ein Antwortschreiben von Bubich und sogar eine Replik darauf. „Diesem Querolanten ist scheinbar in der Pension fad, weshalb er nun mit Beleidigungen um sich wirft“, so Bubich. Er kritisiert auch den Tonfall des Beschwerde-Mails und will „auf Beleidigungen nicht eingehen.“

Auf den Vandalenakt und den Zustand der Leichenhalle geht Bubich sowohl im Mail-Verkehr mit Schindler, als auch gegenüber der BVZ ein: „Wir haben gleich am Tag nach der Sachbeschädigung den Strom abgedreht“, so sei es aus Sicherheitsgründen bei loser Verkabelung vorgesehen. „Wir haben bereits eine neue Lampe bestellt, wenn diese eingetroffen ist, folgen nächste Woche die Reperaturen“, erwidert der Ortschef trocken.

Weniger nüchtern sein mit Verordnungen belegter Hinweis: „Die letzten 20 Jahre war übrigens ein SPÖ-Gemeindevorstand für die Leichenhalle zuständig.“ Vergangene Woche wurde bei der Gemeinderatssitzung eine Projektgruppe für die Sanierung der Leichenhalle eingesetzt — mit jeweils drei Vertretern von ÖVP und SPÖ.