„Idemo“: Vertonte Landesgeschichte

Bei ihrem ersten Konzert im Bildhauerhaus St. Margarethen überzeugte die mittelburgenländische Band „Idemo“ mit Liedern über Amerikawanderung, Türkenkriege und das Pendler-Dasein.

Markus Kaiser
Markus Kaiser Erstellt am 24. September 2021 | 06:01
440_0008_8186631_eis38wagi_idemo
„Idemo“. Die Schwestern Julia Prötsch und Magdalena Pfaffeneder (rechts) aus Mannersdorf an der Rabnitz, Nikola Zeichmann (links) aus Großmutschen und Philipp Zach aus Deutsch Kaltenbrunn.
Foto: Kaiser

Gerade zum 100. Geburtstag des Burgenlandes sollten wir uns eines vor Augen halten: Unser kleines Land ist deswegen so großartig, weil viele großartige Menschen ihre Talente zum Wohl oder zumindest zur Unterhaltung aller anderen einbringen. Das liest sich vielleicht kompliziert, klingt aber wunderschön. Etwa, wenn man am vergangenen Freitag der Musik-Band „Idemo“ im erst kürzlich aus dem Dornröschen wachgeküssten Bildhauerhaus beim Steinbruch in St. Margarethen zuhören durfte.

Es war der erste Auftritt von Julia, Magdalena, Philipp und Nikola, Vollprofis sind sie als Musiklehrerinnen und „Coffeeshock Company“-Bandmitglieder aber natürlich trotzdem. Und das hört man an den Eigenkompositionen, wie ihrem Lied über die Amerikawanderung der Burgenländer nach dem Ersten Weltkrieg oder den „Pendler-Blues“. Aber mindestens genau so genial: Ihre Neuvertonung von „Unser Bruder Feidl“.

Noch ist „Idemo“ (kroatisch für „geh ma!“) in den sozialen Medien schwer zu finden, Musikvideos gibt es – außer auf BVZ.at – noch keine. Das könnte sich nun bald ändern: ORF-Star Barbara Karlich war bei dem Konzert ebenfalls anwesend – sie las aus ihrem Buch „Vom Kommen und Gehen“ (siehe Seite 94) – und war begeistert: „Das muss ich meinen Kollegen aus der Musik-Redaktion sofort sagen!“ Vielleicht startet das Musik-Quartett also schon bald durch.

Aber: Wie haben sich die vier eigentlich kennengelernt? Sogar die Entstehungsgeschichte ist irgendwie typisch burgenländisch: „Naja“, überlegt Pfaffenböck und antwortet dann lachend: „Wie man sich halt kennt im Burgenland!“. In allen anderen Bundesländern wären jetzt wohl einige Fragen offen, nicht so im Burgenland, bei uns ist damit alles klar.

ST.MARGARETHEN Gerade zum 100. Geburtstag des Burgenlandes sollten wir uns eines vor Augen halten: Unser kleines Land ist deswegen so großartig, weil viele großartige Menschen ihre Talente zum Wohl oder zumindest zur Unterhaltung aller anderen einbringen. Das liest sich vielleicht kompliziert, klingt aber wunderschön. Etwa, wenn man am vergangenen Freitag der Musik-Band „Idemo“ im erst kürzlich aus dem Dornröschen wachgeküssten Bildhauerhaus beim Steinbruch in St. Margarethen zuhören durfte.

Es war der erste Auftritt von Julia, Magdalena, Philipp und Nikola, Vollprofis sind sie als Musiklehrerinnen und „Coffeeshock Company“-Bandmitglieder aber natürlich trotzdem. Und das hört man an den Eigenkompositionen, wie ihrem Lied über die Amerikawanderung der Burgenländer nach dem Ersten Weltkrieg oder den „Pendler-Blues“. Aber mindestens genau so genial: Ihre Neuvertonung von „Unser Bruder Feidl“.

Noch ist „Idemo“ (kroatisch für „geh ma!“) in den sozialen Medien schwer zu finden, Musikvideos gibt es – außer auf BVZ.at – noch keine. Das könnte sich nun bald ändern: ORF-Star Barbara Karlich war bei dem Konzert ebenfalls anwesend – sie las aus ihrem Buch „Vom Kommen und Gehen“ (siehe Seite 94) – und war begeistert: „Das muss ich meinen Kollegen aus der Musik-Redaktion sofort sagen!“ Vielleicht startet das Musik-Quartett also schon bald durch.

Aber: Wie haben sich die vier eigentlich kennengelernt? Sogar die Entstehungsgeschichte ist irgendwie typisch burgenländisch: „Naja“, überlegt Pfaffenböck und antwortet dann lachend: „Wie man sich halt kennt im Burgenland!“. In allen anderen Bundesländern wären jetzt wohl einige Fragen offen, nicht so im Burgenland, bei uns ist damit alles klar.