Passionierter Regisseur hofft auf Proben-Start. Im Römersteinbruch in St. Margarethen hofft man auf einen baldigen Start der Proben. Regisseur Wessely ist zuversichtlich.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 22. April 2021 (03:11)
„Der Bär ist los.“ Mit diesen Worten betrat Regisseur, Schauspieler und Militärdekan Alexander Wessely erstmals eine Bühne.
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„Im Moment können wir nur ab- und zuwarten“, klagt Alexander Wessely, Militärdekan und Regisseur der Passionsspiele St. Margarethen, über das Kreuz mit Corona. Dennoch ist er zuversichtlich, den Leidensweg Jesu wie geplant Anfang Juli auf die Ruffini-Bühne bringen zu können.

Derzeit wird schon „in die Tiefe gegangen“, erklärt Wessely der BVZ. Der Militärdekan ist nicht nur als Geistlicher bestens geeignet, die Passionsspiele zu inszenieren — er hat auch Bühnenerfahrung. Er hat die Schauspielschule Kraus in Wien besucht und auch Gesang gelernt. „Es ist von Vorteil, wenn der Regisseur aus Erfahrung weiß, was er von den Schauspielern verlangen kann. Ich kenne jetzt beide Perspektiven“, weiß der Bundesheer-Pfarrer.

„Nur virtuell, aber dafür intensiver“

Für die Hauptrollen hat er dabei „enormen Respekt“ wegen des Textumfangs. Gerade diesen Part könne man aber auf virtueller Ebene genauso gut proben. „Aktuell gibt es Proben nur über Videokonferenzen. Das kann zwar eine physische Probe nie und nimmer ersetzen, ist aber keinesfalls weniger intensiv. Immerhin haben wir nun etwa fünfmal so viele Proben wie im Normalbetrieb“, betont Wessely.

Erstmals wird heuer auf der kleineren Ruffini-Bühne gespielt, da die Passionsspiele von Esterhazy als Eigentümer nur noch die „kleinere“ Bühne zur Verfügung gestellt bekommen. Wessely sieht den Umzug optimistisch: „Das ist für uns eine gute Gelegenheit, näher mit dem Spiel ans Publikum zu kommen. Die Atmosphäre ist zwar wesentlich intimer, trotzdem ist die Bühne mit 1.600 Quadratmetern definitiv groß genug.“ Bis auf einige Versatzstücke sei auch das Bühnenbild fast fertig, auch dank des unermüdlichen Einsatzes der Bühnenbaufirma und ehrenamtlicher Helfer.

Für die Premiere hofft Wessely auf „ein bisschen Normalität in dieser schweren Zeit. Es wäre bitter, wenn wir auf der Bühne zwei Meter Abstand halten müssen.“ Sicherheit habe aber für ihn oberste Priorität.