Sebastian „SEBi!“ Edelhofer: Musik für erste Flirts. Der St. Margarethener Pop Punk sprach zur Präsentation seines neuen Albums „Rockstar’s Paradise“ mit der BVZ über American Pie und das Burgenland.

Von Reinhold Woditsch. Erstellt am 23. Juli 2020 (04:13)
Sebastian „SEBi!“ Edelhofer
Alexander Foret

Mit SEBi!, der eigentlich Sebastian Edelhofer heißt, gibt es im Burgenland einen Musiker, der sich dem Genre Pop Punk verschrieben hat. Vor Kurzem hat der 28-jährige St. Margarethener zusammen mit seiner vierköpfigen Band das Album „Rockstar’s Paradise“ herausgebracht. Grund genug, sich mit ihm zu treffen und über den Entstehungsprozess, seine Einflüsse und seine burgenländische Heimat zu plaudern.

BVZ: Wie bist du mit Musik erstmals in Berührung gekommen?

Sebastian Edelhofer: In meiner Hauptschulzeit habe ich mich dazu entschlossen, Gitarrenunterricht zu nehmen. Und nach den ersten Unterrichtsstunden habe ich auch gleich mit einigen Freunden aus meiner Heimat eine Ska Band mit den Namen „Against the Killermuffin“ gegründet. Leider sind dann nach der Matura die Wege auseinandergegangen, aber die Liebe zur Musik und zum Songschreiben ist mir weiterhin geblieben.

Was sind die wichtigsten Einflüsse für deinen Sound?

Edelhofer: Schon als kleines Kind hat mich vor allem meine Schwester zu diversen Festivals in Wiesen oder auch Rock Konzerten in der Cselley Mühle mitgenommen. Ich bin also sozusagen aufgewachsen mit Bands wie Blink 182, Sum 41 und so weiter. Ich war immer schon ein großer Fan von punk-rockigen Songs mit eingängigen Melodien und somit war mir auch klar, dass ich genau diese Musik auch selber schreiben und vor allem live spielen möchte. Ich finde diese Art der Musik einfach perfekt, um sich komplett auf der Bühne auszutoben und Energie rauszulassen.

Wenn man sich die Line-Ups für größere Festivals ansieht, merkt man, dass der Pop Punk Sound gerade wieder in Aufschwung gerät. Kannst du das bestätigen?

Edelhofer: Da stimme ich absolut zu! Auch ich habe so das Gefühl, dass vor allem Pop Punk gerade wieder Rückenwind bekommt. Selbst auf den namhaften Radiosendern des Landes laufen jetzt wieder ab und zu Songs, die in meiner Jugendzeit „in“ waren. Ich denke hier an Greenday, Blink 182 und viele mehr. Außerdem haben auch viele dieser Bands, die mich damals geprägt haben, in den letzten Jahren wieder sehr viele neue Songs und Alben herausgebracht. Wenn meine Freunde und Fans meine Songs zum ersten Mal hören, bekomme ich immer das Feedback: „Da erinnere ich mich gleich wieder an die ersten Flirtversuche, Partys und American Pie-Filme!“ Und genau so geht es auch mir. Ich versuche daher, mich nicht an irgendwelche Genres oder Sounds anzupassen, die vielleicht jetzt in aller Munde sind und sich gerade gut auf dem Musikmarkt verkaufen, sondern weiterhin die Musik durchzuziehen, die mir schon immer gefallen hat.

Was können wir vom aktuellen Album erwarten?

Edelhofer: Jede Menge energiegeladene Ohrwürmer, die Lust auf lange Partynächte machen! Also vor allem eingängige Sounds in Form von Rocksongs aber auch romantischen Balladen.

Kannst du euren Arbeitsprozess zum neuen Album beschreiben?

Edelhofer: Das Album mit den elf Songs, so wie sie jetzt sind, hat mein Team und mich fast zwei Jahre lang gefordert. Die ersten Ideen sind mir direkt nach meiner ersten EP namens „Party. Love. Heartbreak“ gekommen und danach habe ich in relativ kurzer Zeit einige weitere gute Ideen gehabt. So schnell wie diese Ideen aber kommen, so lange muss man auch manchmal auf die nächste warten. Man kann halt beim Songschreiben nichts erzwingen. Es ist ein kreativer Prozess und gut Ding braucht eben Weile. Die ersten Songideen habe ich dann wieder meinem Produzenten, Alexander Schuster, durchgeschickt und dann war sofort klar, dass wir ein Album aufnehmen. Nach unzähligen Songwriting-Sessions über Skype aber auch in persönlicher Form haben wir dann insgesamt über 15 Songs ausgearbeitet. Die unserer Meinung nach Besten elf haben es aufs Album geschafft. Der Grundsatz war, es muss eine Weiterentwicklung von der EP sein und ich denke, das ist uns gelungen. Die Songs klingen besser, sind lyrisch ansprechender und bleiben noch schneller im Ohr.

Auf welchem Filmsoundtrack würdest du am liebsten erscheinen?

Edelhofer: Ganz eindeutig: American Pie! Diese Filmreihe hat mich geprägt und auch die Musik in den Filmen ist genau meines. Nicht zuletzt ist auch mein geheimer Leitsatz „Make American Pie Music Great Again!“

Was sind deine Lieblingslocations?

Edelhofer: Als Künster hatte ich die Ehre, Vorband der legendären Rock Gruppe „Goo Goo Dolls“ in der Arena Wien zu sein. Das Konzert war damals ausverkauft und somit war bei mir schon der ganze Saal voll mit Leuten. Es war einfach unbeschreiblich. Die Leute haben mich nicht gekannt, aber waren ab dem ersten Song sofort voll dabei. Als Künstler liebe ich die etwas kleineren Locations wie die Cselley Mühle, weil man sehr viel vom Publikum mitbekommt und so auch auf alles eingehen kann. Als Besucher liebe ich Festivals. Egal ob Nova Rock oder damals die legendären Festivals in Wiesen. Dieses Feeling und dazu Livemusik für viele Stunden verzaubern mich jedes Jahr aufs Neue und ich hoffe, dass mich meine musikalische Reise auch noch einmal auf die Bühne eines solchen Festivals bringen wird.

Was verbindest du mit dem Burgenland?

Edelhofer: Wir Burgenländer sind einfach gemütliche Gesellen, die es verstehen, Party zu machen. Ich bin hier aufgewachsen. An jeder Ecke in meiner Heimat St. Margarethen versteckt sich eine tolle Erinnerung. Viele davon habe ich jetzt auch in den neuen Songs verarbeitet. Daher bringen mich auch einige Textzeilen besonders zum Schmunzeln.

Wer neugierig auf die Musik von SEBi! geworden ist, kann das neue Album Rockstar’s Paradise jetzt auf Itunes, Apple Music, Spotify, deezer, Amazon Music und Google play hören oder kaufen.