Oggauer Katzenasyl in Arbeit – und sorgt für Diskussion. Nachdem der alte Katzen-Unterschlupf der Oggauerin Bernadette Salmutter niederbrannte, wird ein neuer Platz gesucht.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 15. Januar 2020 (06:01)
Bemüht. Bürgermeister Thomas Schmid (SPÖ) hofft auf eine gute Lösung für die Oggauer Katzen.
zVg

Niedergebrannt. Der Katzen-Unterschlupf von Bernadette Salmutter wurde niedergebrannt.
WP

Der burgenländische Tierschutzpreis ging heuer an eine Katzenhelferin aus Gols, die Streunerkatzen fängt und kastrieren lässt. In Oggau gibt es ein ähnliches Projekt — nur wird die engagierte Katzenfreundin dort eher angefeindet, als mit Auszeichnungen behängt.

Mehrmals gingen bei der Gemeinde Beschwerden ein, das alte Katzenasyl von Bernadette Salmutter wurde sogar niedergebrannt - die BVZ hatte berichtet:

Von Bürgermeister Thomas Schmid (SPÖ) heißt es gegenüber der BVZ, dass man bereits eine Übergangslösung gefunden habe und nun mit Tierärztin Dr. Gabriele Velich und Amtstierarzt Rudolf Steinacher an einer Lösung arbeite.

„Wir sind dran“, so der Ortschef. Man warte die Einschätzung der Fachleute ab, um die Kosten schätzen und dann entscheiden zu können.

Tierärztin widerspricht Kritik am Katzenasyl

Tierärztin Velich beschreibt auf Anfrage der BVZ das weitere Vorgehen ihrerseits: „Derzeit wird ein Probe-Katzenhaus errichtet, wo die Tiere art- und tierschutzgerecht untergebracht werden können.“

Grundsätzlich sieht sie die Arbeit von Frau Salmutter jedenfalls positiv und widerspricht der Kritik von Gegnern des Katzenasyls. „Die Leute bedenken nicht, dass Holzplätze wie dieser immer Katzen anziehen.“ Holzlagerstätten wie jene, wo sich das Katzenasyl befand, ziehen immer Katzen an.

„Es wären folglich sofort wieder Katzen da, auch ohne jene von Frau Salmutter. Nur wären diese unkastriert und das Problem ein Jahr später multipliziert.“ Eine konstante Zahl kastrierter, halbwegs zutraulicher Katzen sei vernünftiger. „Alle Seiten sind jedenfalls bemüht, weiteren Zuzug zu verhindern.“

Salmutter kümmert sich unterdessen weiter um die Oggauer Katzen. Dennoch stößt sie im Ort auch auf Kritik, vielen geht die über allem stehende Katzenliebe zu weit. Zuletzt habe sie einen kleineren Betrag im Lotto gewonnen — und sofort für die Katzen ausgegeben. Was sie mit dem Hauptgewinn machen würde? „Den Platz komplett neu herrichten.“ Nach dem Motto: Alles für die Katz‘.