Aktion „Flugzettel statt Strafzettel“: Autofahrern ging ein Licht auf

Sehen und gesehen werden: ÖAMTC und Polizei schärften mit der Aktion „Flugzettel statt Strafzettel“ das Sicherheitsbewusstsein bei Autofahrern. 42 Fahrzeuge wurden dabei im Burgenland wieder verkehrstauglich gemacht.

Erstellt am 25. November 2021 | 10:51

Gerade im Herbst und Winter ist eine funktionierende Lichtanlage am Fahrzeug essentiell für die Verkehrssicherheit. Viele Wege werden, vor allem am Weg von und zur Arbeit, bei schlechten Sichtbedingungen zurückgelegt. Gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist das Um und Auf – um andere Verkehrsteilnehmer und Hindernisse rechtzeitig zu erkennen und um andererseits auch selbst wahrgenommen zu werden.

Lichtmoral in Eisenstadt vorbildlich

Die Aktion „Flugzettel statt Strafzettel“ von Mobilitätsclub und Exekutive hat mittlerweile bereits Tradition. Mitte November wurde sie an sechs Standorten im Burgenland umgesetzt. Kfz-Lenker, die mit mangelhafter Licht-Anlage unterwegs waren, wurden von der Polizei angehalten. Sie erhielten einen Flugzettel mit Sicherheitshinweisen und Clubtechniker behoben im Rahmen des zweistündigen Aktionszeitraumes den Mangel kostenlos. Insgesamt wurden im Burgenland Lichtmängel an 42 Fahrzeugen festgestellt und korrigiert.

Auch in Eisenstadt zeigte sich einmal mehr, dass die Lichtmoral in den letzten sukzessive gestiegen ist. „Das liegt an der Langlebigkeit der Xenon-Scheinwerfer, aber auch an der technischen Entwicklung der Fahrzeuge, die dem Fahrer jeden Defekt melden. Zudem hoffen, wir, dass auch das Bewusstsein für einwandfreie Beleuchtung in der Bevölkerung ganz einfach angekommen ist“, erzählt ÖAMTC-Stützpunktleiter Gerald Rottensteiner. In der Landeshauptsatt wurden an 15 Fahrzeugen insgesamt 20 kaputten Lampen getauscht.

Motto: Sehen und gesehen werden

Oberst Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung Burgenland „Vorschriftsmäßige Beleuchtung, sowohl die Scheinwerfer als auch die Schlussleuchten tragen wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei, vor allem zu dieser Jahreszeit. Deshalb ist diese gemeinsame Aktion mit dem ÖAMTC ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, um einerseits auf defekte Beleuchtung, andererseits aber auch auf die richtige Verwendung, vor allem auf das Einschalten des Abblendlichtes bei Sichtbehinderungen, aufmerksam zu machen.

Die Bewusstseinsbildung bei den Autofahrerinnen und Autofahrern ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit auf unseren Straßen.“ Was bei der Aktion noch auffiel? Einige Autofahrer haben auch in der Nacht nur das Tagfahrlicht in Verwendung.

Der Mobilitätsclub empfiehlt, regelmäßig – aber ganz besonders vor und während der dunklen Jahreszeit – die Schweinwerfer prüfen zu lassen. Zumindest einmal im Jahr sollte man die Beleuchtung von Experten checken lassen. Beim Lichtcheck an den ÖAMTC-Stützpunkten werden Funktion, Zustand, Dichtheit, Befestigung und Einstellung der Beleuchtungs- und Warneinrichtungen geprüft. Der Check dauert meist nur zehn Minuten und ist für Mitglieder gratis – ein Termin ist nicht nötig.