Loretto: Faschingsgilde stellt sich neu auf. Die neue Präsidentin will stärker auf Showdance setzen, der traditionelle Start in den Fasching fällt Corona-bedingt aber aus.

Von Reinhold Woditsch. Erstellt am 15. November 2020 (04:23)
Die neue Präsidentin Brigitte Kraminger ist voller Tatendrang.
zVgFaschingsgilde; BVZ-Archiv

Seit rund drei Monaten ist Brigitte Kreminger nun als neue Präsidentin der Faschingsgilde Loretto im Amt. Sie folgt dem Präsidenten Franz Gutsjahr der jahrelang eifrig und unermüdlich tätig war und ihr nun das Amt übergiben hat. Franz Gutsjahr wird zukünftig der Gilde als erster Ehrenpräsident mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Training in Corona-Zeiten. Die Showdancer der Faschingsgilde muss zu Hause trainieren, der Faschingsauftakt fällt aus. Aber die Stimmung ist gut.
zVgFaschingsgilde; BVZ-Archiv

In Zeiten von Corona ist dieses Aufgabe natürlich nicht einfach: „Das traditionelle Erwecken des Narrens am 11.11. um 11:11 wird dieses Jahr leider wie viele andere Veranstaltungen nicht stattfinden können“, so Kreminger. Der 11.11. markiert übrigens nicht den Start der Faschingszeit, sondern den der Vorbereitung. „Offiziell los geht die Faschingssaison erst am 7. Jänner, dem Tag nach den heiligen drei Königen,“ erklärt die Präsidentin.

Kein 11.11. sondern hoffen auf das Frühjahr

„Derzeit trainieren wir unsere Tanzeinlagen trotzdem via Skype, Instagram oder wenn möglich auch im Freien oder im Saal. Unsere Gilde hofft natürlich, dass wir den Fasching heuer feiern können. Wenn sich das nicht ausgeht, so werden wir unsere Tanzperformance möglicherweise im Rahmen eines Sommerfestes zeigen“, erklärt die neue Präsidentin im BVZ-Gespräch.

„Nicht warten bis die beste Zeit kommt, sondern die jetzige zur besten machen.“ Das Monika Minder-Zitat ist das Motto der Faschingsgilde.

Allerdings gibt es auch Aufgaben innerhalb der Gilde, für die gerade jetzt Zeit ist: „Vieles bleibt in der stressigen Vorbereitungszeit oft liegen. Heuer wird beispielsweise unser Vorstand neu eingekleidet. Auf diese Weise nutzen wir den Lockdown perfekt für uns.“

Wichtig ist der Präsidentin der Gilde, die über 100 zahlende Mitglieder und 42 Gardemädchen umfasst, zu betonen, dass sie positiv und motiviert in die Zukunft sehen: „Wir wollen das Beste aus der jetzigen Situation machen und eben nicht aufgeben, sondern nach Vorne schauen,“ lächelt sie. In diesem Sinne hält die Faschingsgilde alles, was sie mit den Freunden erlebt hat im Herzen und arbeitet weiter an neuen Projekten.