Burgenland: Einbußen bei lokalen Nahversorgern. Viele kleine Betriebe mit teils deutlichen Einbußen – aber die regionale Versorgung ist über diese Betriebe gesichert

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 20. März 2020 (12:42)
Wirtschaftskammer Burgenland

Einen deutlichen Appell an die Bevölkerung richten Thomas Hatwagner, Landesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe und Vertreter der heimischen Fleischer, Michael Goldenitsch, Landesinnungsmeister der heimischen Bäcker und Erich Lendl, für die heimischen Konditoren: "Unsere handwerklichen Betriebe stehen in den Regionen nach wie vor für die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen, lokal produzierten Lebensmitteln bereit. Diese Gewerbeunternehmen und ihre Mitarbeiter leisten in dieser extremen Notlage einen wichtigen Beitrag, Burgenland mit dem Nötigsten zu versorgen, und das noch dazu mit kurzen Wegen." 

"Außerdem ist es für die Kunden in den einzelnen Fachgeschäften viel sicherer und leichter möglich, den Abstand zu anderen Personen einzuhalten", ergänzt Innungsmeister Goldenitsch.

Thomas Hatwagner, Landesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe, dazu: "Wir, als lokal eingebettete Unternehmen, sehen es als unsere Pflicht, hier weiter zu arbeiten und so unseren Beitrag zu leisten, unsere Gemeinden und darüber hinaus natürlich alle Menschen im Burgenland gut versorgt zu halten".

In den vergangenen Tagen haben die Unternehmen aber teils deutliche Einbußen verzeichnen müssen, manche Betriebe haben Rückgänge von bis zu 90 Prozent. „Im Ort einzukaufen – wenn geht bei den kleinen Unternehmern - und damit auch die regionalen Strukturen in der Krise zu stärken ist überlebensnotwendig für diese Betriebe. Und damit überlebensnotwendig zur Aufrechterhaltung der lokalen Nahversorgung", so die Innungsmeister.

Viele Betriebe reagieren in dieser Situation mit neuen Angeboten, wie etwa Lieferservices und ausgeweiteten Vorbestellungen - ein Service, der gerade von älteren Personen sehr gerne in Anspruch genommen wird.

Thomas Hatwagner, Landesinnungsmeister der Lebensmittelgewerbe.
Wirtschaftskammer Burgenland

"Den Rückgang in der Kundenfrequenz können diese Angebote aber bei weitem nicht wettmachen. Es geht hier um Existenzen und um Jobsicherung in einer kleinbetrieblichen Struktur und es geht darum, dass auch nach der Krise der Bäcker, der Fleischer und der Konditor sowie andere Betriebe ihren Kunden wieder mit ihren Produkten aus Handarbeit zur Verfügung stehen könne“, erklären die Innungsmeister abschließend.