St. Margarethen im Burgenland , Wien

Erstellt am 09. Januar 2019, 05:37

von BVZ Redaktion

Premiere für St. Margarethener beim Neujahrskonzert. Johannes Schneider aus St. Margarethen spielte zu Neujahr mit den Wiener Philharmonikern.

Großaufnahme. Vor allem beim Radetzkymarsch konnte Johannes Schneider an der kleinen Trommel glänzen. Freunde und Bekannte schickten begeistert Screenshots von der Konzertübertragung, auf denen er zu sehen ist. Foto: Screenshot  |  Screenshot

Über eine Million Zuschauer sahen allein im ORF das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker – und erstmals sahen sie auch Johannes Schneider. Der 24-jährige St. Margarethener ist der Jüngste unter den Philharmonikern und spielte an der Trommel heuer erstmals beim meistübertragenen Klassikkonzert des Jahres mit.

„Es war so gut, ein unglaubliches Erlebnis“, strahlt er. Mulmig war ihm angesichts der Zuschauer und Fernsehkameras aber nicht: „Es war ein bisschen Anspannung da, aber gerade die richtige Portion.“

Ausgleich im Sport und mit Freunden

Das Kritikerlob für den heurigen Dirigenten, den Deutschen Christian Thielemann, kann Johannes bestätigen: „Die Proben mit dem Dirigenten waren sehr angenehm. Das hat auf der menschlichen Ebene total gepasst. Er hat uns gesagt, dass er von der gemeinsamen Arbeit viel mitnehmen konnte. Auch ich habe dabei total viel gelernt“, erzählt der junge Schlagwerker, der sich nun im Probejahr befindet, nach dem er, so hofft er, fix in das Orchester der Wiener Staatsoper, die Philharmoniker, aufgenommen wird.

Lernen steht dabei an der Tagesordnung. „Für den laufenden Opernbetrieb und die Abokonzerte muss ich viel im Selbststudium erarbeiten, denn so viele Proben gibt es nicht. Momentan stehen parallel die Opern ,Andrea Chenier‘, ,Der Barbier von Sevilla‘ und ,Rheingold‘ sowie für Konzerte Werke von Ravel, Debussy und Rachmaninov auf dem Programm“, zählt er auf.

Ausgleich findet „Johnny“ Schneider im Sport, im Üben – „Auch das kann entspannend sein“, meint er – und dem Treffen mit Freunden: „Naja, viel sehen sie mich momentan nicht. Auch das Spielen im Musikverein St. Margarethen geht sich nicht aus. Es ist derzeit ein bisserl eng, aber das wird sich auch geben“, schmunzelt er.

Gratulationen und Screenshots

Umso mehr freute er sich über die positiven Rückmeldungen in den sozialen Netzwerken – vor allem aus seiner Heimatgemeinde St. Margarethen: Kommentare, wie „Grandios, Johannes! Wir sind so stolz auf dich!“ oder „Wir freuen uns riesig mit dir – großartig!“, wurden gemeinsam mit Screenshots von der Konzertübertragung geschickt.

„Das tut einfach gut, zu wissen, dass ich bei meinem Traum unterstützt werde“, meint er. Welche Ziele will der Jüngste der Philharmoniker noch verwirklichen? „Gute Frage. Momentan gibt es nur tägliche Ziele, die ich immer wieder erreichen will“, erklärt Johannes Schneider. Diese Woche ist es „Der Barbier von Sevilla“ und in weiterer Ferne ein Fixplatz im besten Orchester der Welt.