Eisenstadts Frau Wolle geht in Pension. Wenn Andrea Zänglein in Alterspension geht, wird es trotzdem noch Wolle geben – sie hat eine Nachfolgerin gefunden.

Von Doris Fischer. Erstellt am 16. Februar 2019 (07:19)
Doris Fischer
Stricken aus Leidenschaft. Noch bis Ende März wird Andrea Zänglein ihr Handarbeitsgeschäft weiterführen. Dann wird ihre Nachfolgerin übernehmen.  Foto: Doris Fischer

Acht Jahre lang drehte sich bei „Frau Wolle“ Andrea Zänglein beruflich alles ums Handarbeiten und Wolle. Jetzt ist Schluss damit: Sie geht in ihre wohlverdiente Alterspension.

„Ich bin eine Verfechterin des Einzelhandels“

Natürlich liegt ihr viel an der Weiterführung des Geschäftes. Zu 99 Prozent wurde auch schon eine Nachfolgerin gefunden. „Ich bin eine Verfechterin des Einzelhandels“, lässt die Unternehmerin wissen. Stricken, sticken oder häkeln hat Andrea Zänglein immer schon interessiert. „Es ist entspannend“, schmunzelt sie.

Und ihr Wissen hat sie gerne an ihre Kunden weitergegeben. „Obwohl vieles online erledigt wurde, gab es viele persönliche Gespräche“, erzählt Zänglein, die als strickende Kinobesitzerin bekannt ist. Vor acht Jahren schloss sie das Stadtkino in Eisenstadt, hinter dem Kassenschalter traf man sie oft strickend an.

„Ich habe immer gerne mit Leuten zu tun gehabt und da habe ich mit 52 Jahren beschlossen, ein Handarbeitsgeschäft am Alten Stadttor zu übernehmen“, begründet sie ihre Entscheidung, die sie keine Minute bereut. „Ich könnte Bücher schreiben“, schmunzelt „Frau Wolle“, wenn sie sich an ihre Unternehmerszeit erinnert. „Schön ist, wenn Stammkundinnen kommen und ihre fertigen Handarbeiten zeigen“, sagt Zänglein.