Ehepaar kam gerade noch heim: Quarantäne statt Bali. Die Corona-Krise zwang zwei Zagersdorfer zum Urlaubsabbruch. Neben Quarantäne drohte auch ein Erdbeben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 26. März 2020 (05:51)
Quarantäne spendet Zeit. Gerlinde Ivancsics aus Zagersdorf braucht nach der spannenden Reise in das Land der Kiwis und der mindestens ebenso spannenden Rückreise nun Zeit, alle Fotos zu sichten und zu bearbeiten. Die Heimquarantäne gibt jetzt genug Zeit dafür, aber auch das Kroatische Kultur- und Dokumentationszentrum hält noch einige Aufgaben bereit.
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Schon vor Monaten buchte das Ehepaar Gerlinde und Martin Ivancsics aus Zagersdorf eine mehrwöchige Rundreise in Neuseeland mit abschließendem Badeaufenthalt in Bali. Es gab keine Reisewarnungen, die insgesamt 18-köpfige Reisegruppe flog von Wien über Dubai nach Auckland.

„Bei der Einreise gab es keine Corona-Kontrollen. Das Land der Kiwi ist eine landschaftlich schöne Insel mit freundlichen und gelassenen Menschen“, erinnert sich Ivancsics.

Nur kurze Artikel in den Medien berichteten über Vorbereitungen der Regierung. Erst in der zweiten Woche wurde mehr über die Ereignisse in Europa berichtet. „Natürlich waren wir alle informiert, was in der Heimat passiert. Im Zeitalter des Smartphones ist das ja kein Problem“, so Ivancsics. Erst Meldungen über geplante Schließungen der Flughäfen in Europa sorgten für verstärkte Diskussionen.

Quarantäne auf Erdbebeninsel drohte

Am 16. März kam die Verständigung des Reiseveranstalters Eurotours, dass die Reise am 20. März beendet wird. Alles sei organisiert, die Flugtickets bereits gebucht.

„Dazu kam eine weitere kalte Dusche: nicht nur der Ausfall Balis machte uns traurig, sondern der Bericht, dass die 21. infizierte Person in Neuseeland eine Frau war, die mit uns im Flugzeug nach Auckland gereist war.“ Plötzlich stand eine Quarantäne in Neuseeland im Raum. Doch dann das Aufatmen: Die Gruppe konnte zu ihrem Glück weiterreisen.

„Noch beim Kofferpacken fiel uns der Verzicht auf die Strände Balis leichter. Denn Bali führte ab sofort für die Einreise ein Visum mit ärztlichem Attest ein. Noch dazu erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,3 die Insel. Wären wir geblieben, dann wäre das wohl der Fall vom Regen in die Traufe,“ schildert Ivancsics die Stimmung.

In Bangkok und in Wien wurde Fieber gemessen. „Angekommen am 21. März um 7 Uhr, mussten wir uns zu einer Heimquarantäne von zwei Wochen verpflichten. Haus bzw. Grundstück dürfen wir nicht verlassen und keine sozialen Kontakte haben.“