Stotzing, quo vadis?

Erstellt am 02. Juni 2023 | 07:00
Lesezeit: 3 Min
eis22 Gemeindeamt Stotzing
Das künftige örtliche Entwicklungskonzept beschäftigte kürzlich einmal mehr den Stotzinger Gemeinderat.
Foto: BVZ
Gemeinderat vergab Auftrag für ein neues örtliches Entwicklungskonzept.

Spätestens 2026 müssen alle Gemeinden im Burgenland ein örtliches Entwicklungskonzept (ÖEK) erarbeitet haben. Dieses soll festlegen, wie die jeweilige Ortschaft in den nächsten zehn Jahren bebaut werden darf, wie sie sich raumplanerisch entwickeln oder wie das Ortsbild aussehen soll. Das derzeitige ÖEK für Stotzing ist laut Bürgermeister Thomas Tiwald (ÖVP) seit 1994 in Kraft und sei somit „auch schon sehr in die Jahre gekommen.“ Einstimmig mit der Durchführung eines neuen derartigen Konzepts betraut wurde nun das Planungsbüro Dr. Paula.

Eine Grundlagenerhebung sei bereits im Gange, so Tiwald, auch einen Bürgerbeteiligungsprozess soll es geben. In das neue ÖEK einfließen würden teilweise sicherlich auch Themen aus dem neuen Dorferneuerungsleitbild, dessen Abschluss wiederum in der nächsten Gemeinderatssitzung Mitte Juli präsentiert werden soll - „es ergeben sich hier zweifelsohne Synergien“, so Tiwald. Was laut Ortschef beim ÖEK etwa auf jeden Fall auch mitüberlegt werden müsse: „Wo macht der geplante Pflegestützpunkt am meisten Sinn?“ Ein bereits von der SPÖ ins Spiel gebrachtes Grundstück erachtet zumindest Tiwald jedenfalls „lagetechnisch“ als „nicht optimal.“

Ersatzpumpe für Brunnen

In Auftrag gegeben wurde seitens des Gemeinderats auch die Beschaffung einer Ersatzpumpe für den Tiefenbrunnen. Die Ortschaft ist wie Loretto ihr eigener Wasserversorger und möchte für den Fall eines Pumpenausfalls wie zuletzt beim Nachbarn - die BVZ hat berichtet - eine Reserve zur Verfügung haben. „Es geht um die Sicherstellung der Wasserversorgung, immerhin ist unsere Pumpe schon mehr als zehn Jahre alt“, gibt Tiwald zu bedenken. Der Auftrag erging an die Firma Xylem, Kostenpunkt: rund 13.500 Euro (zzgl. 20 % Mwst.).

Container-Shop als „heißes Eisen“

Einmal mehr ein Thema im Gemeinderat: Der bereits in der letzten Sitzung aufs Tapet gebrachte SPÖ-Vorschlag für einen Nahversorgungscontainer, welcher zum Missfallen von Vizebürgermeister Gerald Pangl „diskussionslos“ vertagt worden war - seither im Ort aber gehörig für Gesprächsstoff sorgt. Der ÖVP-Forderung nach mehr Informationen versuchte die SPÖ nun nachzukommen, indem die interessierte etwaige Betreiberin aus Au sich und ihre Pläne dem Gemeinderat präsentierte. „Der Container würde vom Land gefördert, der Gemeinde würden keine Kosten entstehen“, betonte Pangl, es gehe um eine „Erleichterung im Alltag“ und keineswegs „um eine Konkurrenz zum Bäcker.“ Angedachter Standort: der Platz des früheren Milchhauses im Ortszentrum. Weitere Gespräche sollen folgen, so Tiwald.

eis22 Stotzing Nahversorgungscontainer
Ein Nahversorgungscontainer ähnlich diesem könnte nach Plänen der SPÖ in Stotzing entstehen.
Foto: zVg SPÖ Stotzing