Herbsttour durch die Donau-Auen. Die Sommerhitze ist nun vorbei, Niederösterreichs landschaftliche Vielfalt zeigt sich aber auch im Herbst in voller Pracht. Und Niederösterreichs größter Nationalpark an den Donau-Auen ist gerade für die goldene Jahreszeit eine passende Anlaufstelle.

Von Linda Goldsteiner und NÖN Redaktion. Erstellt am 09. Oktober 2019 (05:34)
Kovacs
Den Nationalpark kann man auch auf eigene Faust erkunden. Viele verschiedene Wanderrouten von unterschiedlicher Schwierigkeit stehen zur Verfügung und sind zur Orientierung rot markiert.

Lieber abenteuerlich auf dem Fluss entlang, sportlich hoch hinauf oder gemütlich die Natur entdecken. Im Nationalpark Donau-Auen ist das alles möglich, ob bei einer Kanufahrt, einer Wanderung oder bei einem Spaziergang. Jetzt, wo sich die Flora und Fauna verfärbt, bieten die Angebote wieder einen ganz anderen Zauber als in der Sommerzeit.

Zu Fuß ist es etwa nicht möglich, die Region in den Donauseitenarmen bei Stopfenreuth entlang des Auwaldes ganz genau zu erkunden. Daher werden geführte Kanutouren angeboten (noch bis 31. Oktober), die mit einer Wanderung kombiniert werden können. Vom Wasser aus, haben Abenteurer die Möglichkeit, ganz besondere Bewohner des wilden Wasserwalds im Nationalpark zu sehen. Sichtungen von Hirschen, Wildschweinen, Bibern, Eisvögeln, Seeadlern und verschiedenen Reiherarten sind möglich.

Wandern am Feiertag

Der Nationalfeiertag bringt in diesem Jahr zwar keinen zusätzlichen freien Tag, auf dem Weg raus in die Natur kann man sich trotzdem machen. Bei dem jährlichen Wandertag in Hainburg und Orth an der Donau lädt der Nationalpark zu kostenfreien geführten Wanderungen ein.

Schneider
Die überwiegend im Wasser lebende Europäische Sumpfschildkröte entdecken Tierliebhaber auch im Herbst an sonnigen Tagen noch.

Bei Hainburg verläuft der Wanderweg entlang der Donau zur Ruine Rötelstein und über den Panoramaweg. Besonders eindrucksvoll sind die Ausblicke auf den Fluss und die Au. Geleitet werden die Touren von erfahrenen Nationalpark-Rangern, die ihr Wissen zur Donau und dem Park weitergeben. Bei Orth/Donau verläuft die Herbsttour durch die typischen Lebensräume der Harten Au, zu der die Bäume Eiche, Ahorn, Esche und Linde zählen, bis zu der Weichen Au mit Weiden, Pappeln, und Erlen bis zum Fluss.

Manche Tiere zeigen sich

Für einen spontanen Herbstausflug eignet sich etwa die Schlossinsel im „schlossORTH Nationalpark-Zentrum“ in Orth an der Donau. Hier zeigen sich Tiere und Wildfrüchte, aber auch noch späte Blüten. In der begehbaren Unterwasserstation können zahlreiche Fische in ihrem Lebensraum betrachtet werden. Wenn die Sonne scheint, stehen die Chancen zudem gut, Schlangen und Europäische Sumpfschildkröten beim Sonnenbad zu sehen. Auch für die Kleinsten wird es im Park nicht so schnell langweilig. Auf der Schlossinsel bieten eine Hängebrücke, ein Pflockpfad, ein Weidentunnel sowie ein Vogelnest Platz zum Herumtoben. Für eine gemütliche Pause zwischendurch bieten Beobachtungsplätze die passende Möglichkeit.

Im Jahr 1984 befand sich im heutigen Nationalpark Donau-Auen übrigens das Kerngebiet der Aubesetzung, die den Bau des Kraftwerkes Hainburg verhinderte und somit den Grundstein für den Nationalpark Donau-Auen legte. So konnte kostbare Natur für Generationen erhalten werden.