Campingplatz statt Hotelbett: Anzahl der Hotels geht zurück

Erstellt am 21. Januar 2022 | 11:15
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Camping Kaffee Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Stephanie Frey
Touristen haben ihren Urlaub in der Coronazeit vom Hotelbett auf den Campingplatz verlagert.

Im Tourismusjahr 2020/21 ist die Zahl der Betriebe sowie der Betten in Österreich zurückgegangen, wohingegen es einen starken Zuwachs von Campingplätzen gab, zeigen Daten der Statistik Austria. Allein in Wien hat sich die Zahl der Tourismusbetriebe um über 29 Prozent reduziert. Insgesamt haben besonders viele Hotels in den Kategorien Drei-Stern sowie Ein-/Zwei-Stern geschlossen.

Von Oktober 2020 bis November 2021 hat sich die Zahl der Ein- und Zwei-Stern-Hotels in Österreich gegenüber dem Vergleichszeitraum ein Jahr davor um 2,9 Prozent verringert, bei Drei-Stern-Hotels betrug das Minus 2,4 Prozent. Die Anzahl der Vier- und Fünf-Stern-Hotels reduzierte sich ebenfalls, allerdings mit einem Minus von 1 Prozent deutlich weniger.

Bei gewerblichen Ferienwohnungen und Ferienhäusern hat es in diesem Zeitraum hingegen einen kräftigen Zuwachs von 6,7 Prozent gegeben. Auch bei Campingplätzen gab es ein deutliches Plus von 45 auf 647 Plätze. Den höchsten Anstieg verzeichnete hier Oberösterreich, wo 25 zusätzliche Campingplätze gemeldet wurden.

In ganz Österreich hat sich die Zahl der Beherbergungsbetriebe um 1,3 Prozent auf 67.000 verringert, jene der Betten ist um 0,4 Prozent auf 1,14 Millionen gesunken. Abgesehen von der Bundeshauptstadt Wien, die seit der Coronapandemie unter dem Wegfall internationaler Gäste leidet und bei den Betten ein Minus von 11 Prozent hinnehmen musste, hat sich auch in Niederösterreich die Zahl der Beherbergungsbetriebe (-1,3 Prozent) sowie der Betten (-0,7 Prozent) rückläufig entwickelt.

Die übrigen Bundesländer - abgesehen vom Burgenland mit einem Rückgang von 0,8 Prozent bei den Betten - verzeichneten leichte bis moderate Zuwächse. Das höchste Plus bei den Betrieben gab es im Burgenland (+3,8 Prozent), bei der Anzahl der Betten gab es den stärksten Anstieg in Oberösterreich (+1,6 Prozent). Die Hälfte des gesamten Bettenangebots entfiel auf die beiden Bundesländer Tirol und Salzburg.