Erstellt am 28. Februar 2018, 00:11

von Udo Sagl

Ein Königreich für diese Insel!. Einfach majestätisch: Wo einst Odysseus thronte, zeigt sich Griechenland von seiner schönsten Seite.

Tagesanbruch in der Bucht von Nidri. Die langen Strahlen der aufgehenden Sonne spiegeln sich purpurrot zwischen ein paar verankerten Yachten im sanft wogenden Glitzermeer. Was für eine Stimmung! Hier, an der Ostküste von Lefkas, sind schon unzählige „kitschige“ Postkartenbilder entstanden.

„Ah, du fotografierst gerne?“, fragt Fischer Takis, der wie jeden Tag um diese Zeit von seiner nächtlichen Ausfahrt heimkehrt und dann gerne plaudert. „Wenn du besonders schöne Bilder machen willst, fahr ein paar Minuten hinauf nach Neochori. Du wirst staunen.“

Naturidylle am Fuß der Weißen Berge

Gesagt, getan. Danke für den Tipp, lieber Takis! Der Ausblick ist überwältigend. Sattes Grün breitet sich von der Küste bis zu den Gipfeln der mächtigen Weißen Berge (Lefka Ori) aus, die der Insel ihren Namen gegeben haben. Weitläufige Olivenhaine, turmhohe Zypressen und ausgedehnte Pinienwälder prägen das liebliche Landschaftsbild. Und das alles umkränzt von einem tiefblauen Meer, aus dem sieben üppig bewachsene Nebeninseln herausragen.

Fürwahr: Ein Inselreich, das seinesgleichen sucht. Und noch mehr: Der Archäologe Wilhelm Dörpfeld verlieh Lefkas sogar den Titel „Königreich“. Er fand nach jahrelangen Forschungen heraus, dass der Palast von Odysseus in Nidri stand. Der legendäre König von Ithaka hatte einen der wundervollsten Küstenstreifen des Mittelmeers für seine Residenz auserwählt.

Leoks/Shutterstock.com

Auf den Spuren von Odysseus wissen immer mehr Urlauber die Schönheit von Lefkas zu schätzen. Schneeweiße Strände und kristallklares Wasser, umgeben von einer prächtigen Kulisse, vermitteln Karibik-Flair – vor allem an der Westküste. Die von Felsen gesäumte Badebucht Porto Katsiki und das türkisfarbene Meer in Egremni liegen zwar etwas abgelegen, aber die Mühe lohnt sich. Wer eine belebte Atmosphäre bevorzugt, ist schließlich im aufstrebenden Ferienort Agios Nikitas gut aufgehoben.

Aktivitäten gefällig? Das ausgedehnte Hügelland rund um den Elati (1.157 Meter) bietet ein dichtes Wegenetz für naturbegeisterte Wanderer und Mountainbiker an. Wobei das urige Bergdorf Eglouvi und die Wasserfälle von Dimosari besonders lohnende Ziele darstellen. Im Inselsüden wiederum kommen Wassersportler auf ihre Kosten: Vassiliki lockt Windsurfer aus aller Welt an.

Wo der frischeste Fisch auf den Tisch kommt

Urlaub auf Lefkas – das ist auch ein kulinarischer Hochgenuss. „Setz dich – und du bekommst den besten Fisch, den du jemals gegessen hast!“, verspricht Pandelis in der Taverne Stavros in Sivota. Tatsächlich: Die gegrillte Goldbrasse schmeckt noch köstlicher als gewohnt – herrlich! Wie’s das gibt? Ganz einfach: Alle Wirte von Sivota sind auch Fischer. Was sie nachts fangen, kommt mittags auf den Tisch. Danke für den Tipp, lieber Pandelis!

Wissenswertes:

Anreise: Direktflug (Charter) mit People’s Viennaline von Wien (oder Salzburg) nach Preveza (5. Juni bis 25. September).

Hoteltipps:
Hotel Armeno Beach*** in Perigiali in der geschützten Bucht von Nidri, direkt am Strand mit eigenem Zugang zum Meer, herrliche Aussicht; eine Woche mit Flug, Transfer, Doppelzimmer und Frühstück bei Rhomberg ab 674 Euro;

Aparthotel Sirios **+ direkt am langen Kathisma-Strand mit traumhaften Sonnenuntergängen; eine Woche mit Flug, Mietwagen und Studio ohne Verpflegung ab 728 Euro.

Mietwagen: Lefkas kann man am besten mit dem Auto erkunden. Ein Mietauto der Kategorie B (wie Fiat Panda) gibt es bei Rhomberg ab 266 Euro pro Woche.

Bootsausflug: In Nidri können kleine Motorboote (10 PS) führerscheinfrei gemietet werden.

Kombinationen: Lefkas lässt sich sehr gut mit organisierten Mietwagenrundreisen auf dem Festland kombinieren (Epiros-Küste, Zagori-Dörfer, Meteora-Klöster); Angebote bei Rhomberg ab 1.522 Euro.

Infos und Buchungen: Spezialist für Lefkas (eigener Katalog) ist der Reiseveranstalter Rhomberg www.rhomberg-reisen.com, 6850 Dornbirn, Eisengasse 12, Tel.: 05572/22420-0.