Keine Absicherung von Gutscheinen bei Pauschalreisen. Der Verein für Konsumenteninformation meint, dass das Insolvenzrisiko nicht den Konsumenten angelastet werden darf.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 30. März 2020 (08:18)
Symbolbild
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Das Außenministerium empfiehlt derzeit von allen nicht notwendigen Reisen abzusehen. Für viele Länder bestehen Reisewarnungen, einige Staaten haben ihre Grenzen geschlossen und für mehrere Regionen gelten Quarantänebestimmungen.

Konsumenten, die eine Pauschalreise bei einem Reiseveranstalter gebucht haben, haben angesichts dieser aktuellen Krise die Möglichkeit, kostenlos vom Vertrag zurückzutreten und ihr Geld zurück zu erhalten. Wenn aber statt einer Rückzahlung Gutscheine angeboten werden, ist Vorsicht geboten.

Gutscheine stellen in der derzeitigen Situation, in der die weitere wirtschaftliche Entwicklung und allfällige Insolvenzen nicht absehbar sind, keine verlässliche Ersatzleistung dar. Bei Reisen, die über einen Reiseveranstalter gebucht wurden, besteht zwar eine Insolvenzabsicherung. Diese bezieht sich aber nicht auf Gutscheine, die statt einer Rückzahlung angeboten werden.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) fordert eine Haftungsübernahme des jeweiligen Insolvenzabsicherers oder alternativ eine Klarstellung in der Pauschalreiseverordnung.