Ein Knoten für die Seele . Schwierige Situationen erlebt man immer wieder. Es gibt aber Werkzeuge für mehr Lebensfreude und Gelassenheit.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. September 2019 (04:20)
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Wer zufriedener sein will, kann öfter positiv denken. Daran erinnern können einen zum Beispiel selbst gemachte Knoten.

Der Alltag bringt nicht immer nur Schönes. Der Mensch aber kann etwas tun, damit man lebensfroh und die Seele gesund bleibt.

In ihrem neuen Buch „Meine kleine Seelenwerkstatt“ hat Natalia Ölsböck, Psychologin und Trainerin aus Königstetten, 50 hilfreiche Tools für Gelassenheit und Lebensfreude zusammengestellt. „Werkzeuge, die uns helfen, bestimmte Situationen, in denen wir Angst haben, uns ärgern, depressiv werden, schwer tun, Entscheidungen zu treffen, oder in denen wir versuchen, Klarheit zu bekommen“, verrät sie. Werkzeuge, mit deren Hilfe man positive Emotionen erleben und angenehme, wohltuende Emotionen ausbauen kann. Warum das so wichtig ist?

Die Auswirkungen einer negativen Erfahrung lassen sich ausgleiche, wenn man bewusst positive Erlebnisse herbeiführt. Das, so Ölsböck, hat die Emotionsforscherin Barbara Fredrickson herausgefunden.

"Wir sind belastbarer, wenn wir mehr positive Emotionen erleben"

Und: Bei Menschen, die besonders zufrieden sind, bei denen die positiven Emotionen im Alltag überwiegen, steigen auch Motivation und Optimismus.

Dabei sind positive Emotionen nicht nur gut für die Psyche. Auch das Immunsystem wird gestärkt. „Wir sind belastbarer, wenn wir mehr positive Emotionen erleben“, so Ölsböck.

Übrigens würden Studien zeigen, dass bei Menschen mit Depressionen das Verhältnis von positiven zu negativen Emotionen 1:1 ist. Bei Menschen, denen es hingegen gut geht, steht es 4:1. Die positiven Emotionen überwiegen.

Was man tun kann, um sich zu stärken? Zum Beispiel, so rät Ölsböck, einen Faden mit sich tragen. Und: „Jedes Mal, wenn ich mich freue, wenn mir etwas guttut, dann mache ich einen Knoten.“ Dann kann man sich ansehen, wie viele Knoten in einer Woche so zusammengekommen sind. „Sie werden sehen, die Aufmerksamkeit wird sich immer mehr auf die positiven Emotionen richten.“