Was tun bei Verdacht auf COVID-2019?. Menschen, die in China oder Italien waren und den Verdacht haben, sie könnten am neuen Coronavirus erkrankt sein, können sich an 1450 wenden.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 25. Februar 2020 (15:52)
Symbolbild
Marijan Murat/dpa

Österreich hat die ersten Coronavirus-Fälle. In Tirol wurde bei zwei jungen Italienern aus der Lombardei, die in Innsbruck leben, der SARS-CoV-2-Erreger nachgewiesen. 

Was man tun sollte, wenn man in Italien war und Symptome aufweist? Jenen, die in China oder in den betroffenen Regionen Lombardei, Venetien, Piemont, Emilia-Romagna oder Latium waren und Symptome, wie Fieber, Atembeschwerden und Husten, bekommen, rät die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit): „Bleiben Sie zu Hause und kontaktieren Sie die telefonische Gesundheitsberatung unter der Telefonnummer 1450 zur weiteren Vorgehensweise!“ Dazu rät auch die NÖ Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner.

Hat der Betroffene Symptome und war er zuvor in einem betroffenen Gebiet, dann wird, so verrät Lechner, der Amtsarzt angerufen. Dieser entscheidet, ob der Verdachtsfall begründet ist. Falls ja, wird die Rettung verständigt. Ein Rettungsdienst mit Schutzausrüstung holt die betroffene Person ab.

Zwei NÖ-Klinikstandorte mit Isolierstationen

Für begründete COVID-2019-Verdachtsfälle gibt es in Niederösterreich derzeit zwei Klinikstandorte mit Isolierstationen: das Uniklinikum St. Pölten (für Verdachtsfälle aus den Regionen Mostviertel, Waldviertel und Mitte) und das Landesklinikum Mödling (für Verdachtsfälle aus dem Weinviertel und der Thermenregion).

„Der Patient wird im Klinikum isoliert, und es erfolgt die Diagnostik. Die Probe wird in der Folge an der Virologie der Medizinischen Universität Wien ausgewertet“, erläutert Bernhard Jany, Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation der NÖ Landeskliniken-Holding.

Zum Schutz für das Krankenhauspersonal gibt es unter anderem FFP2-Masken mit Ausatemventil, Untersuchungshandschuhe, Schutzkittel, Schutzbrille usw. „Sollte ein Coronavirus beim Patienten nachgewiesen werden, dann wird ein Transfer ins Sozialmedizinisches Zentrum Süd – Kaiser-Franz-Josef-Spital mit einem qualifizierten Rettungsmittel durchgeführt.“

Hotline für Fragen zu Coronavirus

Hat man hingegen keine Symptome, sondern einfach nur Fragen rund um COVID-2019, dann kann man die Coronavirus-Infoline der AGES anrufen: Telefon: 0800 555 621 – 24 Stunden täglich erreichbar.

https://www.sozialministerium.at, https://www.ages.at/