Hollabrunn

Erstellt am 21. Januar 2019, 10:34

von NÖN Redaktion

Fleisch-Branche forciert „Qualität statt Quantität“. Fleischproduzenten und Verarbeiter sind gefordert, den gesteigerten Ansprüchen der Konsumenten gerecht zu werden.

Beim Fleischtechnologietag (vorne, v.l.: Kerstin Spindler (Fleischtechnologiezentrum Hollabrunn), Melanie Pichler (Lebensmittel-Cluster Oberösterreich), Clustermangerin Magdalena Resch (ecoplus Lebensmittel Cluster Niederösterreich), Heidrun Hochreiter (Lebensmittel-Cluster OÖ), Martina Zederbauer (ecoplus Lebensmittel Cluster NÖ), Eva Wagner (Zentrum Feed & Food: Quality, Safety and Innovation), Elisabeth Buchinger (Sensorikum e.U.), Wolfgang Wernert (Fleischtechnologiezentrum Hollabrunn). Hinten, v.l.: Michael Stelzl (Hygienicum, Institut für Mikrobiologie & Hygiene-Consulting GmbH), Heinrich Orsini-Rosenberg (Bruker Austria GmbH), Franz Hofmann (Fleischerei Hofmann GmbH), Dominik Eckl (Hütthaler KG), Florian Hütthaler (Hütthaler KG), Roman Schober (Schober GmbH), Gerhard Prechtl (Maschinenfabrik LASKA).  |  ecoplus

Immer mehr Konsumenten achten beim Fleischkonsum auf Qualität und Herkunft. Die Produzenten und Verarbeiter sind gefordert, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Nun trafen sich rund 60 Branchenvertreter in Hollabrunn zum Fleischtechnologietag, den der „ecoplus Lebensmittel Cluster Niederösterreich“ gemeinsam mit dem Lebensmittel-Cluster OÖ, der Hollabrunner Privat-HTL für Lebensmitteltechnologie und dem Fleischtechnologiezentrum Hollabrunn veranstaltete.

Von der Nachhaltigkeit zur Technologie

Seit 2005 werden die Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette vernetzt, überbetriebliche Kooperationsprojekte forcieren den Know-how-Transfer. „Qualität statt Quantität“ war das Motto des Fleischtechnologietages 2019. Es wurde ein Bogen von der Nachhaltigkeit in der Fleischverarbeitung über neue technologische Möglichkeiten beim Monitoring von Biofilmen bis hin zu Themen wie „Food Fraud“ und Risikovorsorge sowie Sensorik und Hygiene gespannt.

Immer mehr Konsumenten achten auf Qualität und Herkunft der Fleischprodukte, die sie kaufen. Diesem Anspruch müssen Produzenten gerecht werden.  |  Franz Enzmann

„Bei heimischen Lebensmitteln können die Konsumenten sicher sein, dass höchste Qualität auf den Teller kommt“, ist Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav überzeugt. Derartige Veranstaltungen würden dazu beitragen, dass die Betrieb immer am aktuellsten Stand sein.

Ganzheitliche Verwendung des Tieres

Florian Hütthaler (OÖ) präsentierte einheitliche Standards in der Haltung von Schweinen und Rindern, die über individuelles Marketing hinausgehen und zu nachhaltiger Fleischproduktion beitragen. Roman Schober (Waldviertler Bio Wurstmanufaktur) schloss mit seinem „Nose-to-Tail-Konzept“ an und gab einen Überblick, wie ein Tier ganzheitlich verwendet werden kann.

Durch das Programm führte Wolfgang Wernert vom Fleischtechnologiezentrum Hollabrunn; ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki freut sich: „Technologische Entwicklungen und Digitalisierung gewinnen auch in der Lebensmittelwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Der ecoplus Lebensmittel Cluster NÖ ermöglicht auch kleinen und mittelständischen Unternehmen einfachen Zugang zu den aktuellen Trends und trägt so dazu bei, die Wertschöpfung der Branche langfristig zu steigern.“ 

Weitere Experten: 

  • Gerhard Prechtl (Maschinenfabrik LASKA, OÖ), 
  • Heinrich Orsini-Rosenberg (Bruker Austria GmbH, Wien), 
  • Michael Stelzl (Institut für Mikrobiologie & Hygiene Consulting GmbH, Graz), 
  • Eva Wagner (FFoQSI GmbH, Wien).