Gesundheitskompetenz: Wissen, was gut tut. Eine gestärkte Gesundheitskompetenz ist gut für Gesundheit und Wohlbefinden.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 02. Oktober 2019 (02:07)
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Gespräche zwischen Arzt und Patient sind eine besondere Herausforderung. Patienten aber können bei Unklarheiten nachfragen und so ihre Gesundheitskompetenz fördern, um besser Entscheidungen zu treffen.

Um Entscheidungen für die eigene Gesundheit treffen zu können, braucht man Informationen. Gesundheitskompetente Menschen können solche Gesundheitsinformationen finden, sie verstehen, beurteilen und anwenden – egal, ob es darum geht, gesund zu bleiben, Krankheiten vorzubeugen oder auch mit bestehenden Krankheiten besser umzugehen.

„Gesundheitskompetenz betrifft uns alle“, betonte Bundesministerin Ines Stilling bei der Konferenz der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz in St. Pölten. Eine Plattform, die heuer fünf Jahre feiert. Gegründet wurde sie, weil die Österreicher nur eine geringe Gesundheitskompetenz aufwiesen.

So zeigte etwa eine Umfrage vor einigen Jahren, dass sich etwa ein Drittel der Befragten trotz ärztlicher Information schwertut, eine Entscheidung zu ihrer Krankheit zu treffen. Und: Mehr als ein Fünftel versteht nicht, was der Arzt sagt. Allerdings nicht deswegen, weil der Arzt womöglich zu kompliziert spricht, sondern weil man aufgeregt ist, dadurch nicht daran denkt, wichtige Fragen zu stellen. Es kann passieren, dass wichtige Informationen vergessen oder falsch verstanden werden.

„Was habe ich?“, „Was kann ich tun?“ und „Warum soll ich das tun?“ – „Viele können diese Fragen, wenn sie vom Arzt kommen, nicht beantworten“, erläuterte die Plattform-Vorsitzende Christina Dietscher vom Sozialministerium. Dabei wären gerade diese Antworten so wichtig. Unter anderem, um Medikamente richtig einnehmen zu können usw.

Drei Fragen im Oktober

Die Initiative „Drei Fragen für meine Gesundheit“ setzt bei genau diesen Fragen an. Patienten sollen erinnert werden, wie wichtig ist es nachzufragen, wenn etwas unklar ist. Und: Ärzte und andere Gesundheitsberufe sollen Patienten dazu motivieren, sich in das Gesundheitsgespräch einzubringen. Insbesondere im Oktober, dem internationalen Monat der Gesundheitskompetenz.

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