Krenwurzel - gesund und gut

Erstellt am 04. Oktober 2022 | 04:22
Lesezeit: 3 Min
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Geheimtipps von Prof. Hademar Bankhofer: Probieren Sie's doch einfach einmal aus.
Foto: Bankhofer
Probieren Sie's doch einfach einmal aus: Klosterneuburgs Gesundheitsexperte Prof. Hademar Bankhofer erklärt warum Kren für unsere Gesundheit förderlich ist.

Man tut mit dem Genuss von Kren auch eine Menge für die Gesundheit.

  • Er liefert uns große Mengen an Vitamin C, ist daher ein guter Schutz gegen Erkältungen, hilft uns aber auch, schneller wieder mit Schnupfen und grippalen Infekten fertigzuwerden. Kren hat doppelt so viel Vitamin C wie die Zitrone.
  • Der wichtigste Wirkstoff im Kren aber ist ein Glykosid mit dem Namen Sinigrin. Diese Substanz ist in hoher Konzentration enthalten. Durch spezielle Enzyme werden daraus in der Wurzel starke, scharfe Senföle produziert. Wenn man den Kren reibt, werden diese Öle frei. Und wenn wir sie einatmen, wenn sie sich verflüchtigen und in die Augen gelangen, dann werden davon die Tränendrüsen enorm angeregt. Das ist ähnlich wie beim Schneiden von Zwiebel. Diese Senföle aus dem Kren können schädliche, krankmachende Bakterien in unserem Körper bekämpfen.
  • Die Atemwege sowie Herz und Kreislauf werden gestärkt.
  • Rheumatische Beschwerden können gelindert werden.
  • Magen und Darm werden angeregt, von Gär-, Fäulnis- und Giftstoffen gereinigt.

Und so setzt man den Kren konkret gegen Erkältungen ein:

  • Allein, wenn man die Wurzel reibt und die Dämpfe der Senföle einatmet, dann hat das bereits eine unterstützende, heilende Funktion bei Schnupfen und Husten.
  • Im ländlichen Raum gibt es in Deutschland und in Österreich seit Jahrhunderten ein einfaches Hausmittel, das auch heute noch immer wieder in zahllosen Familien angewendet wird. Man schält die Krenwurzel, schneidet sie in ein Zentimeter dicke Scheiben, bohrt in die Mitte jeder Scheibe ein Loch und fädelt die einzelnen Stück auf einer Schnur zu einer Krenkette auf. Diese hängt man sich um den Hals, legt sich ins Bett und deckt sich bis zur Nasenspitze zu. Durch die Bettwärme werden besonders viele Senföle aus dem Kren frei. Man nennt das auch eine Kreninhalation, mit der man lästigen Schnupfen und Husten schnell besiegen kann.