Long COVID erkennen und behandeln. Dr. Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), zum Thema Long COVID erkennen und behandeln.

Erstellt am 28. Juli 2021 (00:00)
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Georg Wilke

Die Infektion ist überstanden – doch die Symptome bleiben: Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Herzrasen. Die Bandbreite der Beschwerden ist groß. Und für rund zehn Prozent der Menschen, die eine COVID-Erkrankung durchgemacht haben, sind sie weiter Realität.

Doch was ist Long COVID eigentlich?
Von Long COVID spricht man, wenn vier Wochen nach einer COVID-Infektion immer noch gesundheitliche Beschwerden auftreten. Wie stark diese auftreten ist unabhängig von der Schwere der Erkrankung davor – auch milde Verläufe können Long COVID verursachen. Betroffene klagen dann über geringe körperliche Belastbarkeit, anhaltenden Geruchs- bzw. Geschmacksverlust, Herzbeschwerden oder Durchfall. Die zentrale Frage dabei: Was nun?

Eine COVID-Infektion ist ein anerkanntes Krankheitsbild. Das gilt auch für Spätfolgen. Die Symptome sind jedoch sehr unterschiedlich, daher ist es wichtig, die Behandlung auf die jeweilige Person zuzuschneiden. Als ÖGK behandeln wir Long COVID-Betroffene beispielsweise im Rehabilitationszentrum „Mein Peterhof“ in Baden. Wenden Sie sich für individuelle Therapiemöglichkeiten am besten an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Übrigens: Neuesten Studien zufolge kann auch eine COVID-19-Impfung die Symptome von Long COVID lindern. Das beweist einmal mehr, wie wichtig Impfen ist. Und natürlich gilt weiterhin: Achten Sie auf Hygiene und halten Sie auch mal mehr Abstand ein als vorgeschrieben. Denn es geht um Ihre Gesundheit.

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