Ein Apfel am Tag - oder Tschüss lieber Doktor!

Wie gesund ist der Apfel wirklich? Und erspart uns der tägliche Biss ins knackige Obst tatsächlich den Arztbesuch? Nachdem die Apfelernte hierzulande längst begonnen hat, werfen wir heute mal einen Blick auf die prallen Vitaminbomben.

Sara-Lisa Gossy-Gamperl
Sara-Lisa Gossy-Gamperl Erstellt am 07. Oktober 2021 | 07:00
Sali vor Gericht 40 2021
Foto: Shutterstock.com; BirdShutterB / Adehoidar

Gleich vorweg möchte ich einen renommierten Arzt zitieren: „Jeder, der behauptet, er habe keine Zeit, sich gesund zu ernähren, ist wahrscheinlich noch nie einem Apfel über den Weg gelaufen!“ - die dekorativen Früchte stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum - dort galten sie sogar als lebensverlängerndes Heilmittel. Äpfel sind wahrlich heilend: sie reduzieren das Risiko an Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma und anderen Atemwegserkrankungen, Diabetes sowie diverse Krebserkrankungen.

Durch ihren hohen Gehalt an Antioxidantien, die hauptsächlich in der Schale zu finden sind, haben sie auch eine krebsvorbeugende und entzündungshemmende Eigenschaft. Nicht zu vergessen der Vitamin-C-Gehalt, der vor allem in der Sorte „Braeburn“ zu finden ist. Somit ist der Spruch “an apple a day, keeps the doctor away“ nicht umsonst eine gute Zusammenfassung, denn Menschen, die einen Apfel am Tag essen, leben laut Studien ohnehin gesünder und sind deshalb auch weniger anfällig für Krankheiten.

Mit einem Wassergehalt von knapp 85 Prozent und nur wenigen Kalorien, zählen Äpfel genauso wie Beeren zu den gesündesten Obstsorten. Ein hoher Anteil an Ballaststoffen wie beispielsweise Pektin, fördert unsere Verdauung und wirkt auch vorbeugend wenn es mal nicht so flutscht. In geriebenen Äpfel ist das Pektin verstärkt enthalten - so wird das Wasser gebunden und die Darmtätigkeit positiv unterstützt.

Übrigens: ein normaler Apfelsaft ersetzt kein frisches Obst, denn beim Pasteurisieren werden viele wichtige Inhaltsstoffe wie die Vitamine und Pflanzenstoffe zerstört. Das Burgenland ist, auch dank seines Klimas, bekannt für seine Apfelregionen: ob im Südburgenland das Apfeldorf Kukmirn, oder die Apfelgärten im sonnigen Seewinkel. Der tägliche Äpfel ist uns auf jeden Fall leicht garantiert. 

Apfel-Rezepte gefällig?

Kürbis-Apfel-Gratin mit Walnuss-Salbei-Crumble
(
aus "Deftig Vegan")

  • 2 kleine säuerliche Äpfel
  • 1,2 kg Kürbis
  • 80 g Walnusskerne
  • 1 EL Hefeflocken
  • 10 Salbeiblätter
  • 50 g Dinkelmehl
  • 40 g Margarine
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 ml Schlagobers (ich nehme Rama Cuisine, pflanzlich)
  • 1 EL körniger Senf
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 1/2 TL gemahlene Muskatnuss
  • 1 Zwiebel

Kürbis-Apfel-Gratin mit Walnuss-Salbei-Crumble
Kürbis-Apfel-Gratin mit Walnuss-Salbei-Crumble
privat

Walnüsse, Salbei und Hefeflocken in der Küchenmaschine fein hacken. Mit Mehl, Margarine, etwas Salz und Pfeffer mischen und zu Streuseln verarbeiten. Kühl stellen. 

Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken, dann mit dem Schlagobers, Senf und Zitronenschale verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat gut würzen. den Backofen auf 200 Grad vorheizen. 

Den Kürbis halbieren, entkernen und in ca. 1 cm breite Spalten schneiden. Äpfel waschen, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Zwiebel schälen und in dünne Scheiben schneiden, Kürbis, Äpfel und Zwiebel in eine Auflaufform geben und die Schlagobers Mischung darüber gießen. Mit Backpapier locker bedecken und im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten garen. Dabei nach 20 Minuten das Backpapier entfernen und die Streusel darauf verteilen und das Gratin zu Ende backen, bis die Streusel schön knusprig und gut gebräunt sind.

Pikante Apfel-Laibchen

(4-6  Stück)

  • 2 Äpfel
  • 1 Zwiebel
  • 400 g gekochter Reis
  • 70-100 g Dinkel-Semmelbrösel
  • 4 Eier
  • Thymian, Basilikum, Salz und Pfeffer
  • Öl für die Pfanne

Äpfel entkernen und grob raspeln. Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Reis mit Äpfel, Zwiebeln und Eier vermengen und soviel Semmelbrösel hinzugeben, dass eine gut knetbare Masse entsteht. Mit Gewürzen abschmecken.

Vier bis sechs Laibchen formen und in heißem Öl beidseitig circa fünf Minuten anbraten. Frisch servieren mit Salat nach Wahl (Kartoffel- oder Krautsalat passen gut dazu).

Apfelchutney

Passt als Sauce zu Käse, zum Dippen oder einfach pur aufs Brot!

  • 1 kg Äpfel
  • 3 Zwiebeln
  • 150 g Zucker
  • 400 ml Weißweinessig (oder Apfelessig)
  • 1-2 Chilischoten
  • daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 TL Salz
  • Kreuzkümmel, Zimt und Pfeffer

Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücken schneiden. Zwiebeln fein würfeln. Zucker in einem Topf zerlassen und leicht bräunen. Äpfel und Zwiebeln dazugeben und mit Essig ablöschen. Dabei kann der Zucker kurzzeitig wieder fest werden, er löst sich beim Kochen aber wieder. Ingwer schälen, zusammen mit den Chilischoten fein hacken und zu der köchelnden Masse geben. Mit Gewürzen abschmecken und so lange kochen, bis die Masse eindickt. Das dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Das heiße Chutney sofort in sterilisierte Schraubgläser füllen und fest verschließen.