Es grünt so grün. Yeah! Der Frühling ist endlich da! Grund genug um Lust auf buntes, äh grünes, Essen zu bekommen!

Von Sara-Lisa Gossy-Gamperl. Update am 01. April 2021 (08:00)
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Es grünt so grün. Nein, nicht das Osternest. Unsere wunderbare Auswahl an grünem Gemüse! Spinat, Grünkohl, Rucola, Vogerlsalat oder Kohlrabi – alles da, und die Bärlauch-Saison hat auch schon gestartet. Ich will ja keine orangen Karotten und bunte Paprika diskriminieren, aber heute werden wir uns speziell den grünen Freunden zuwenden. Besonders dunkelgrünes Gemüse ist reich an wertvollem Kalzium – einem Mineralstoff, der oft etwas zu kurz kommt, aber unter anderem wichtig ist für Zähne und Knochen. Im Allgemeinen wird die empfohlene Menge von 400 Gramm oder drei Portionen Gemüse nicht so gut von den meisten von uns eingehalten. Der Grünkohl thront, was den Kalziumgehalt betrifft, auf Platz eins mit 212 mg auf 100 Gramm. Popeye wusste es, der Spinat (117 mg) folgt auf Platz zwei und der frische Kohlrabi (68 mg) freut sich über den Platz drei. Nur um hier ein paar Zahlen zu nennen. Ich muss ja sagen, der Grünkohl und ich waren lange keine Freunde, aber nun darf er wöchentlich am Tisch Platz nehmen.

Grüner Smoothie

Für zwei Gläser „Grüner Smoothie“ eine Handvoll frische Grünkohlblätter mit einer Banane, einem Esslöffel Mandelmus und ca. 250 ml Apfelsaft mixen. Tata, fertig ist eine grüne Mahlzeit – und keine Angst, da schmeckt kein Kohl mehr raus! Dieses leckere Getränk kann man auch ganz leicht den Kindern unterjubeln. Wer möchte kann sich auch ein Stück vom Stangensellerie dazu mixen oder den Kohl durch Spinat ersetzen. Laut einer Studie aus Harvard, bei der verschiedene Lebensmittelgruppen erforscht wurden, wurde grünes Blattgemüse mit der „stärksten schützenden Wirkung vor häufigen chronischen Krankheiten“ in Zusammenhang gebracht. Wow! Da können wir uns von den Grünzeug-liebenden-Osterhasen ja wirklich was abschauen! Frohe Ostern!


Hier ein wunderbares Frühlingsrezept:

Grünkohl-Süßkartoffel-Strudel

Zutaten für 4 Personen:

Für den Strudelteig:

  • 200 g Dinkelmehl (Type 630)
  • Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Weißweinessig (oder Apfelessig)
  • 2 EL Margarine
  • 2 TL Schwarzkümmelsamen

Für die Füllung:

  • 500 g Grünkohl
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 6 Stück getrocknete Tomaten in Öl
  • 50 g Cashewkerne
  • 40 g Rosinen (optional)
  • 1-2 TL Cayennepfeffer
  • Prise Currypulver
  • Prise Zimt


Für den Strudelteig Mehl, knapp 1 TL Salz, Öl, Essig und 110 ml lauwarmes Wasser zu einem elastischen Teig verarbeiten (am besten mit dem Knethaken eines Mixers). Mit Öl bestreichen, in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Inzwischen für die Füllung die Süßkartoffeln waschen, im Topf mit Wasser bedecken und etwa 20 Minuten garkochen. Abgießen, kalt abschrecken, schälen und in kleine Stücke schneiden. In der Zwischenzeit den Grünkohl von den dicken Stängeln zupfen, gründlich waschen, trocknen und klein zupfen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Nun das Olivenöl erhitzen und den Zwiebel glasig dünsten. Grünkohl und Knoblauch dazugeben und ca. 5 Minuten ohne Deckel garen, bis der Kohl zusammengefallen ist. Flüssigkeit sollte verkochen, falls nicht, besser abgießen.

Die Tomaten abtropfen und klein schneiden, sowie die Cashews grob hacken. Grünkohl mit Kartoffeln, Tomaten, Cashews, Rosinen und Gewürzen mischen und mit Salz abschmecken. Inzwischen den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf einem bemehlten Küchentuch dünn ausrollen und zu einem Quadrat ausziehen. Die Füllung auf einer Hälfte des Teiges verteilen und den Rand dabei frei lassen. Mit Hilfe des Tuchs aufrollen und auf das Backblech legen. Die Margarine zerlassen, den Teig damit bestreichen und mit dem Schwarzkümmel bestreuen. Auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten goldbraun backen. Dazu passt ein frischer Joghurt-Dip, aber auch ein klassischer grüner Salat. Mahlzeit!

(Rezept aus „Deftig vegan“, von Anne-Katrin Weber)