Herbstlich eingekocht - Keine Macht dem Herbstblues!

Ja, ja, nun ist der Sommer definitiv vorbei und nicht nur die Blätter am Boden läuten die immer kälter werdende Zeit ein. Stimmungsschwankungen oder müde Gedanken können wir aber ganz gut von uns fernhalten. Wie? Na mit gutem Essen!

Sara-Lisa Gossy-Gamperl
Sara-Lisa Gossy-Gamperl Erstellt am 23. September 2021 | 07:00
Sali vor Gericht - Herbstlich eingekocht - Keine Macht dem Herbstblues!
Foto: Adehoidar/shutterstock.com (Logo) bzw. mythja/Shutterstock.com (Hintergrund)

Vorbei ist die Zeit der knackigen Salate und der knackigen Figur! Scherz beiseite, wir wollen ja nicht die gesunde Bikinifigur verlieren. Aber jetzt kommen wärmende Gerichte und herzlich Eingemachtes auf den Tisch um dem Herbst-Blues zu entgehen. Die Temperaturen werden kühler und die Tage kürzer, aber die Abende können jetzt gut genutzt werden fürs Einmachen und Vorkochen. Dankenderweise bietet der Herbst mit seiner Fülle an Gemüse, wie Karotten, Gurken, Kartoffeln, Sellerie, Zwiebeln und Rote Rüben, welche jetzt geerntet werden, genug an Erzeugnissen für die Einmachgläser und herbstliche Gerichte die uns neue Energien bringen.

Laut TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) hat jedes Nahrungsmittel eine thermische Wirkung. Egal ob beim Gemüse oder bei Getränken, überall in Lebensmitteln finden wir einen wärmenden Effekt. Wärmende Gemüsesorten sind besonders Frühlingszwiebel oder Lauch, aber auch Rote Rüben, Kürbis, Rotkraut oder Kohl haben eine (herz-)wärmende Wirkung.

Mit der Zubereitung der Lebensmittel können wir auch die Wirkung noch ein wenig beeinflussen. Klassisch wie bei kräftigen Gemüsesuppen, kann man umso mehr Energie speichern, wenn man Lebensmittel länger kocht. Intuitiv greifen wir ja jetzt schon lieber zu gebratenem oder gebackenen Speisen als zu rohen Gemüsesticks.

Auch Eingekochtes hat eine wärmende Wirkung. Es gibt eine Reihe von Zutaten und Geschmackskombinationen fürs herbstliche Einkochen wie zum Beispiel Zwetschgen mit Zimt oder lieber Herzhaftes wie Pfirsichchutney mit Pfefferkörnern. Wir versorgen euch heute mit ein paar herbstlichen Rezepten für die Büroküche oder daheim. Weg mit den frühen Wollsocken! Wir holen uns die Wärme durchs Essen nachhause! 

Rote Linsensuppe

  • 1 Tasse rote Linsen
  • 1 Zwiebel
  • 1–2 Karotten, fein geraspelt
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • Kleine Chilischote
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 200 ml Gemüsesuppe
  • 120 g Tomaten
  • Lauchzwiebel, in Ringe geschnitten
  • optional: frischer, gehackter Koriander

Linsen waschen und abtropfen lassen. Fein gehackte Zwiebel und Ingwerwürfel im Öl cirka zwei Minuten andünsten. Chilischote klein schneiden und kurz (nicht zu heiß!) mitbraten. Linsen und Gemüsesuppe beifügen, alles zugedeckt für ungefähr zehn Minuten köcheln lassen. Die Karotten dazugeben. Tomaten würfeln. Zur Suppe geben und aufkochen lassen. Bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit zugießen. Mit den Gewürzen abschmecken und die Suppe mit Lauchringen und Koriander servieren.

Polentapizza

  • 250 g Polenta
  • 1/2 l Gemüsesuppe
  • 1/4 l Milch (oder mehr Gemüsesuppe)
  • Salz
  • Belag nach Lust und Laune
  • Parmesan

Gemüsesuppe und Milch aufkochen. Die Polenta einrühren und bei mäßiger Hitze 10 bis 15 Minuten kochen lassen. Die gekochte Polenta dann auf ein befettetes Blech streichen, cirka 1 Zentimeter dick. Dieser Polentaboden kann jetzt wie normale Pizza mit beliebigem Belag versehen werden: Gemüse wie Zucchini, Champignons, Tomaten, Paprika oder Fenchel schmecken gut auf der Polentapizza. Die Pizzasauce gelingt am besten aus passierten Tomaten, gehackten Zwiebeln, Salz, Thymian und Oregano. Die fertig belegte Polentapizza salzen, pfeffern und mit Käse belegen. Dann wie eine normale Pizza im Ofen 10 bis 15 Minuten backen.

Pfirschchutney mit Pfefferkörnern

  • 1kg Pfirsich (z.B Weingartenpfirisch)
  • 10 g grüner Pfeffer in Salzlake 
  • 1/4 l Grüner Veltliner
  • 150 g Zucker

Pfirsiche in kochendes Wasser tauchen und kalt abschrecken. Haut abziehen, entkernen und kleinwürfelig schneiden. Unter Rühren mit den restlichen Zutaten für 30 Minuten kochen. Fest in Gläser drücken und gut verschließen.

Rotkraut Chutney

  • 80 g Zwiebeln
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 300 g Rotkraut
  • 4 Feigen
  • 2 EL Rapsöl
  • 80 ml Rotweinessig
  • 50 g Rohrzucker
  • 3 TL Gemüsesuppe

Zwiebeln schälen und würfeln. Beim Apfel das Kerngehäuse herausschneiden und in kleine Stücke schneiden. Rotkraut in feine Streifen schneiden oder hobeln. Feigen waschen und würfeln. Zwiebeln in einem Topf im heißen Öl glasig dünsten. Apfelwürfel zugeben und weich dünsten. Mit dem Rotweinessig ablöschen. Rotkraut, Feigen, Zucker, 50 ml Wasser und die Gemüsesuppe zugeben und aufkochen lassen.

Chutney zugedeckt bei schwacher bis mittlerer Hitze ca. 35 Minuten kochen lassen. Mit einem Stabmixer grob pürieren. Rotkohl Chutney heiß in Gläser füllen und verschließen.

Eingelegter Kürbis "Á la Il sapore"

  • 1kg Kürbis
  • 500 ml Apfelessig
  • 500 ml Apfelsaft
  • 1kg Zucker
  • 2 TL Koriander
  • 4 Nelken
  • 2 TL Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 Zimtstange
  • 6 Scheiben frischer Ingwer

Den Kürbis schälen und die Kerne entfernen, Fruchtfleisch ausschaben und in mundgerechte Stücke schneiden. Für den Sud alle Zutaten in einen Topf geben und einmal kräftig Aufkochen lassen. Rühren bis sich der Zucker komplett auflöst! Jetzt den Kürbis dazugeben und bissfest kochen und danach in saubere Einmachgläser füllen. Deckel rauf und und für 5 Minuten umgedreht hinstellen.