Weil´s net Wurscht ist - Ist Grillen ungesund?. Otto wusste es: die Wurst gehört unter die Lupe genommen. Wir klären auf, warum Gegrilltes nur in Maßen gut ist und zeigen euch gesunde Alternativen zur Bratwurst. Außerdem freuen wir uns über eure Ideen und Rezepte für Grillen ohne Schwein & Rind!

Von Sara-Lisa Gossy-Gamperl. Erstellt am 01. Juli 2021 (08:00)
Sali vor Gericht BVZ
Adehoidar/shutterstock.com

Sommer, Sonne, Grillsaison. Im TV und Radio werden laufend die Grillwürsteln und Koteletts im Sonderangebot beworben und die Rauchzeichen aus den Gärten sind auch gut sichtbar. Ja, das mögen wir: tagsüber brutzeln wir selbst und am Abend brutzeln die Würstel. Ich sag´s Ihnen aber gleich: die Würsteln können noch so schlank am Griller liegen, dennoch bleiben es ungesunde Fettbomben. Zwischen 25 und 30 Gramm Fett pro 100 Gramm Bratwurst stecken da leider schon drin. 

WHO: Rotes Fleisch ist krebserregend

Generell stecken in der Wurst oder im Grillwürstel viele ungesättigte Fettsäuren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöhen. Nicht genug davon, kommt auch noch das viele Salz hinzu, damit das Würstel später auch gut zum Schneiden ist. Vor allem in roten Wurstwaren, wie Bratwürsten oder Speck, wird oft Nitritpökelsalz zugesetzt, welches gern unseren Blutdruck erhöht und somit ebenfalls gesundheitsschädlich ist.

Beim Grillen entstehen nämlich Stoffe, die die Krebsentstehung begünstigen - dasselbe gilt für geräucherte Fleischwaren, deren Verzehr mit einem extra hohen Risiko für Darmkrebs einhergeht. Rotes Fleisch wird von der WHO ja schon länger als krebserregend eingestuft, darunter fällt das Fleisch von Säugetieren wie Rind, Schwein, Schaf etc. Durch den Verzehr von verarbeiteten oder roten Fleischwaren, steigt das Risiko von Dickdarmkrebs, Brust- und Prostatakrebs. Selbst die normale Beimischung von Natriumnitrit im Pökelsalz gilt als geringfügig krebserregend. 

Bereits Otto von Bismarck sagte einst: „Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.“

Wie wär’s wenn wir Ihnen wirklich leckere Alternativen für das Grillen bieten? Oder noch besser: wie wär’s, wenn SIE uns Rezepte für fleischloses Grillen schicken? 

Zeigen Sie uns Ihre Tipps und Tricks beim Marinieren von Gemüse oder Fleischalternativen. Gerne auf sali@bvz.at

Marinierte Melanzanischnitzel

  • 1 Melanzani
  • 150 ml Weißweinessig
  • 300 ml Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen (in Scheiben geschnitten)
  • Schnittlauch und Petersilie (frisch oder getrocknet)
  • 3 EL Dinkel- oder Vollkornmehl
  • 150 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • Sesamkerne und Dinkelsemmelbrösel

Die Melanzani waschen und in 1cm-dicke Scheiben schneiden. Beidseitig salzen und eine halbe Stunde ziehen lassen – danach die Flüssigkeit abtupfen. Nun die Marinade aus dem Essig, Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Schnittlauch und Petersilie anrühren. Die Melanzani einlegen und mindestens sechs Stunden ziehen lassen. Sesamkerne und die Semmelbrösel zu gleichen Teilen in einer Schüssel mischen und die Melanzani darin panieren. Ab auf den Grillrost und beidseitig goldbraun grillen!

Gefüllte Champignons

  • 400 g große Champignons
  • 2 Stangen Frühlingszwiebeln
  • 2 großzügige EL Créme fraiche (oder Creme Vega von Dr. Oetker)
  • Salz und Pfeffer

Pilze putzen und Stiele heraustrennen. Für die Füllung die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, die Pilzstiele in sehr kleine Stücke schneiden. Beides mit der Creme fraiche mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pilzköpfe mit der Masse füllen und für ca. 15 Minuten auf den Grill legen bis die Füllung leicht köchelt.

Knusprige Grillpolenta

  • 125 g Polenta
  • 250 ml Gemüsesuppe
  • 250 ml Sojamilch
  • 2 EL Margarine
  • 2 EL Hefeflocken (gibt’s im Bio-Laden)
  • 1-2 Zweige Rosmarin
  • Oliven oder Kapern, fein gehackt
  • Salz, Pfeffer

Zuerst die Gemüsesuppe und die Sojamilch in einem Topf zum Kochen bringen. Polenta einrühren und eine Minute köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Margarine, Hefeflocken und wer will, Oliven oder Kapern einrühren. Mit Kräutern und Gewürzen abschmecken und noch ca. 15 Minuten quellen lassen. Nun die Masse zwei Zentimeter dick in eine flache Auflaufform streichen und auskühlen lassen (dauert ca. eine Stunde). Jetzt in schöne Rechtecke schneiden, mit etwas Olivenöl bestreichen und in einer Grillschale 4-5 Minuten goldgelb grillen.