Erstellt am 14. Februar 2019, 11:54

von NÖN Redaktion

Wie im Alter gewohnt wird. Sehr zufrieden mit der eigenen Wohnung sind die meisten der über 80-Jährigen, zeigt der Wohn- monitor Alter 2018.

Die meisten der über 60-Jährigenleben in der eigenen Wohnungoder im eigenen Haus.  |  Mladen Zivkovic/Shutterstock.com

Über zwei Drittel der Menschen über 60 leben im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. Das zeigt der Wohnmonitor Alter 2018 von Franz Kolland und SeneCura, eine Befragung von über 60-Jährigen in Österreich (erschienen im Studienverlag).

Durchschnittlich hat jeder 67 Quadratmeter zur Verfügung. Das ist deutlich über der Durchschnittsbevölkerung. Warum das so ist? „Nachdem die Kinder ausgezogen sind oder die Partnerin oder der Partner verstorben ist, bleiben viele ältere Menschen aus praktischen, finanziellen oder gesellschaftlichen Gründen (zum Beispiel Nachbarschaft) in ihrer Wohnung, auch wenn sie eigentlich zu groß ist“, so der Studienautor Franz Kolland.

Von den 60- bis 79-Jährigen lebt etwas weniger als ein Drittel allein, von den über 80-Jährigen knapp die Hälfte. „Ältere Menschen leben länger und gesünder als früher und können dank mobiler Dienste oder 24-Stunden-Betreuung länger in der eigenen Wohnung bleiben“, erläutert Kolland.

Wie zufrieden man mit seiner Wohnung ist, hängt von zahlreichen Faktoren (wie Wohndauer, Einkommen, Barrierefreiheit, subjektives Gesundheitsempfinden und allen voran der Verbundenheit zur Wohnung) sowie vom Alter ab. Sehr zufrieden damit sind von den 60- bis 64-Jährigen nur unter 40 Prozent, bei den über 80-Jährigen sind es hingegen schon rund 70 Prozent. Übrigens: Nur 16 Prozent der Wohnungen sind barrierefrei. „Hier gibt es eindeutig Nachholbedarf“, so Kolland, der auch Leiter des neuen Fachbereichs Gerontologie an der Karl Landsteiner Uni in Krems ist.

„Besonders erfreulich ist, dass mit 54 Prozent über die Hälfte der Befragten ein positives Bild von Pflegeheimen hat, sowohl was die Pflegequalität als auch die sozialen Kontakte betrifft“, freut sich SeneCura-Geschäftsführer Anton Kellner. Gut bewertet werden vor allem das soziale Leben, die Qualität der Pflege und der Wohnkomfort, weniger günstig Privatsphäre und selbstbestimmte Lebensführung.