Der Allergieauslöser im Sommer: Ragweed. Im August und im September kann Traubenkraut belasten, eine Pflanze, die sich auch immer mehr in NÖ ausbreitet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. September 2019 (01:03)
K. Bastl/Pollenwarndienst, Ragweedfinder
Zu finden ist Ragweed (Ambrosia, Fetzenkraut oder beifußblättriges Traubenkraut) etwa an Straßenrändern, in Kiesgruben, auf Schutthalden, Baustellen oder Sonnenblumenfeldern. Ragweed mag Licht, kann in Mitteleuropa bis zu 1,8 Meter hoch werden und blüht in Österreich von August bis September.

Gerötete Augen, eine rinnende Nase, ein juckender Gaumen, Niedergeschlagenheit, Müdigkeit … Wenn Beschwerden wie diese genau dann auftreten, wenn Pollen Hochsaison haben, dann macht es Sinn, eine Allergie beim Arzt abchecken zu lassen.

Zurzeit etwa schwirren vor allem Pilzsporen und Ragweedpollen durch die Luft. Bei manchen Betroffenen können sie zu schwerem Atmen führen. Beschwerden können Grippesymptomen ähneln.

Besonders belastend konnten die vergangenen, heißen Tage sein. Die Kaltfront sollte Entspannung bringen. Wie sich die Pollenbelastung entwickelt, darüber informiert übrigens der Pollenwarndienst.

Mit diesen Infos können Betroffene rechtzeitig auf die Pollen, die ihnen besonders zu schaffen machen, rechtzeitig reagieren. Und zum Beispiel zu dieser Zeit die Fenster geschlossen halten.

Nachts zu lüften, davon rät Uwe Berger vom Pollenwarndienst ab. Da gerade nachts die Belastung höher sein kann, wenn Ragweedpollen über weite Strecken, zum Beispiel aus Ungarn, über die Luft nach Österreich getragen werden. In Niederösterreich übrigens finden sich Ragweedpflanzen speziell rund um Wien bis hinunter ins Burgenland. Zumindest sind dort heuer bereits Exemplare gefunden und dem Ragweedfinder, dem Nachfolger der Ragweed-Melde-Möglichkeit in Niederösterreich, gemeldet worden.

Noch ein Tipp von Berger für problematische Tage: „Kein Sport im Freien!“ Weitere Tipps gibt es auf: www.pollenwarndienst.at