Erstellt am 13. September 2018, 15:46

von APA Red

Liste Pilz rief zur "Don't smoke"-Unterzeichnung auf. Vom 1. bis 8. Oktober läuft die Eintragungswoche zum "Don't smoke"-Volksbegehren.

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Die Liste Pilz hat am Donnerstag erneut appelliert, dieses zu unterzeichnen. Daniela Holzinger verwies auf die Gefahren des Passivrauchens: "Die Regierung setzt die Beschäftigten in der Gastronomie bewusst einem solchen Risiko aus und jammert danach ausgerechnet über den Fachkräftemangel in dieser Branche."

Die vorgebliche Beschränkung der Aufenthaltsdauer in rauchbelasteten Räumen für Lehrlinge wird laut Holzinger in der Realität kaum vollziehbar sein: "Zum einen sehen wir, dass die entsprechende Verordnung eine zeitliche Beschränkung erst für Lehrlinge vorsieht, die ihre Ausbildung nach dem 1. September 2018 begonnen haben, und zum anderen ist die Einhaltung in der Praxis nicht zu überprüfen. Verstöße sind daher nicht sanktionierbar. Wir müssten jedem Lehrling einen Kontrolleur mit Stoppuhr zur Seite stellen", erläuterte Holzinger.

"Es braucht vermehrt präventive Maßnahmen"

Weiters kritisiert die Gesundheitssprecherin die fehlenden Begleitmaßnahmen in Bezug auf den Jugendschutz: "Bereits jetzt ist das Rauchen für unter 16-jährige verboten, aber dennoch greifen laut einem OECD-Bericht 15 Prozent der 15-Jährigen wöchentlich zum Glimmstängel.

Es braucht vermehrt präventive Maßnahmen zur Aufklärung der Jugendlichen, um sie vom Rauchen abzuhalten. Wenn man das gesetzliche Mindestalter auf 18 Jahre erhöht, ist das zwar schön und gut, aber das Problem des frühen Griffs zur ersten Tschick beseitigt man damit nicht."

Das "Don't Smoke"-Volksbegehren richtet sich gegen die Aufhebung eines bereits beschlossenen generellen Rauchverbots in der Gastronomie durch die ÖVP-FPÖ-Regierung. Dieses Vorgehen bezeichnete die Liste Pilz als "skandalösen politischen Kuhhandel".