Erste-Hilfe-Tipps für draußen. Mit einer Rucksack-Apotheke kann man sich laut Rotem Kreuz auf kleinere Verletzungen vorbereiten. Im Fall des Falles ist dann auch die richtige Wundversorgung wichtig.

Von BVZ Redaktion und NÖN Redaktion. Erstellt am 14. April 2019 (15:56)
lzf/Shutterstock.com
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Passieren kann immer etwas. Auch bei Ausflügen, Wanderungen oder Radtouren. 2017 beispielsweise verletzten sich rund 10.600 Personen beim Wandern und Bergsteigen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten, verrät das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Der unfallträchtigste Monat für alle Wanderer und Bergsteiger war übrigens der August.

Man kann aber auch vorsorgen. Zum Beispiel mit einer Outdoor-Apotheke. Diese ist nicht schwer und kann im Rucksack verstaut werden.

Was eine solche Outdoor-Apotheke enthalten sollte? Neben sterilen Wundauflagen, Pflastern, Mullbinden und Wunddesinfektionsmittel sollte diese Einweghandschuhe, ein Dreieckstuch sowie eine Alu-Rettungsdecke enthalten, rät das Österreichische Rote Kreuz. Darüber hinaus können in die Apotheke auch Medikamente gehören – je nach Dauer und Reiseziel.

Oft reicht auch ein Pflaster

Besonders häufige Verletzungen nach Stürzen sind blutende Wunden. In diesen Fällen sollte man Einweghandschuhe bei der Versorgung der Wunde tragen.

Kleine Schnitt- und Platzwunden können vorsichtig mit sauberem Wasser oder einem Wunddesinfektionsmittel ausgewaschen und mit einem keimfreien Verband abgedeckt werden. Die gute Nachricht: Oft reicht dazu ein Pflaster. Blutet die Wunde hingegen stark, dann ist es wichtig, die Blutung so rasch wie möglich zu stoppen. Ein Druckverband oder der sogenannte Fingerdruck kann dabei helfen.

Was Fingerdruck bedeutet? Dabei presst man mit Finger, Handballen oder der Faust fest auf die blutende Stelle. Darüber hinaus sollte der verletzte Körperteil hochgelagert werden. Und: Der Verletzte sollte immer im Liegen oder Sitzen erstversorgt werden.

Wichtig: Größere Fremdkörper dürfen auf keinen Fall selbst entfernt werden. Und: Tiefe Wunden sollten so schnell wie möglich genäht werden.

Beim Absetzen des Notrufs ist es wichtig, den Helfern eine möglichst genaue Positionsbeschreibung zu geben, wenn möglich mit GPS-Koordinaten.