Pflanzen für den Sommer. Die Gartenarbeit im Mai und Juni macht große Freude, denn es wird wieder dauerhaft warm und alle Pflanzen starten mit ihrer Blütezeit.

Von Brigitte Wimmer. Erstellt am 28. Juni 2021 (08:06)
Ribisel Johnnisbeere Symbolbild
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Der Garten ist im Mai schon in der Hochsaison. Die Tage der Eisheiligen (11. bis 15. Mai) sind vorüber. Spätestens jetzt können Wasseranschlüsse wieder reaktiviert werden.

Gartenschläuche und Teichpumpen sind wieder einsetzbar und Kübel- und Topfpflanzen können nun wieder ins Freie gestellt werden, denn mit Bodenfrost ist nicht mehr zu rechnen. Ab dem Monat Mai sollten auch verblühte Rosen kontinuierlich abgeschnitten werden. Dadurch bringt man sie dazu, neue Knospen zu bilden, und so blühen sie das ganze Jahr über.

Im Frühling vorgezogene Pflanzen, wie zum Beispiel Paprika, Tomaten, Zucchini oder Rosenkohl, können jetzt ins Freie gepflanzt werden. Mit Kürbissen und Gurken sollte man aber noch bis Anfang Juni warten mit dem Aussäen.

Wer an das Wohl der Bienen denkt, lässt seinen Rasen jetzt zur Blumenwiese wachsen. Bienen finden so mehr Nahrung, der Garten wird bunter und leistet gleichzeitig einen Beitrag gegen das Insektensterben. Stellt man beim Rasenmähen die Schnitthöhe auf mindestens sechs Zentimeter ein, hat das Gras gegenüber niedrig wachsenden Pflanzen wie Wegerich, Löwenzahn oder Disteln einen Vorteil und ein chemisches Düngen ist nicht mehr notwendig. Leider haben auch Blattläuse im Mai und Juni Hochsaison. Viele Blattläuse lassen sich sehr einfach mit einem harten Wasserstrahl oder mit einem Pinsel von den Pflanzen entfernen. Das ist etwas mühsam und muss auch mehrfach wiederholt werden. Doch regelmäßig durchgeführt, stellt sich bald Erfolg ein. Wenn man Knoblauch oder Zwiebeln zwischen seine Kulturpflanzen setzt, vertreibt man nicht nur Blattläuse, sondern auch Wühlmäuse. Lavendel ist ebenfalls bekannt als Blattlausabwehr.

Im Mai und Juni ist auch die Zeit seine Stauden zu pinzieren. Diese bringen Farbenpracht in den Sommergarten. Lavendel, Steppensalbei, Astilbe oder Taglilie – etwa ein Drittel der Triebe der Stauden sollte man per Hand auskneifen. Dadurch haben diese Pflanzen neben einer späteren Blüte eine bessere Standfestigkeit und eine bessere Verzweigung.

Beim Rhododendron und Flieder kann man jetzt die alten Blütenstände ausbrechen und Sommerblumen wie Ringelblumen und Kapuzinerkresse sind schon direkt auszusäen.

Im Juni brauchen Hecken ihren ersten Schnitt. Denn der erste Jahresaustrieb der Pflanzen ist so gut wie beendet. Ein zweiter folgt dann nach der Sommerhitze.