Küche aus dem Garten. Frisch geerntete Gemüse und Kräuter bringen Vitamine und beste Würze in selbstgekochte Speisen und Getränke. Thymian, Basilikum & Co sind ein Segen für die Bio-Küche.

Von BVZ Redaktion und NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 29. Juni 2021 (04:45)
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Ob Gemüsequiche, Kräuter-Gnocchi oder Ofengemüse – mit selbst gezogenen Tomaten, Mangold und Rosmarin schmeckt das Essen einfach noch besser.

Viele Köchinnen und Köche würzen aus Kräutertöpfen von der Fensterbank. Will man aber auch Kräuter und Gemüsebeete im eigenen Garten anlegen, gibt es einiges zu beachten.

Welche Gemüse und Kräuter vertragen sich?

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Thymian, zum Beispiel, wächst gerne mit Estragon, Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut, Schnittlauch und Zitronenmelisse in einem Beet. Die Erde im Beet sollte durchlässig, sandig und nicht zu feucht sein (keine Humuserde). Er ist auch ein guter Beetpartner für Kohl und Salate, da er mit seinem Duft Insekten, Läuse und Schnecken vertreibt.

Basilikum hingegen liebt die Gesellschaft von Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika, Fenchel sowie von Oregano, Petersilie und Rosmarin. Es ist eine wärmeliebende Pflanze, die auch bestäubende Insekten anzieht. Das kommt auch den anderen Pflanzen im Beet zugute. Die Erde sollte für Basilikum humusreich, locker und wasserdurchlässig sein.

An einem sonnigen Standort entwickeln mediterrane Kräuter einen intensiveren Geschmack, und getrocknet wirkt ihre Würzkraft noch dreimal so stark.

Was wäre zum Beispiel ein Mozzarella mit Tomaten ohne frisches Basilikum oder Fisolen ohne Bohnenkraut?

Die Petersilie ist in Österreich eines der bekanntesten Küchenkräuter. Sie wird unter anderem für Suppen, Gemüse, Salate, Salzkartoffeln und Fleischgerichte verwendet.

Kräuter sind sehr vitaminreich

Wenige wissen aber, dass die Petersilie mehr Vitamin C als Zitronen besitzt und reich an Mineralien und Spurenelementen ist. Daher sollte sie erst gegen Ende des Kochprozesses hinzugefügt werden.

Um Petersilie im Garten zu ziehen, sollte man ihre Samen ab April direkt ins freie Beet sähen. Das Kraut hat eine Keimdauer von drei bis vier Wochen und möchte regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Petersilie verträgt aber keine Staunässe und freut sich darum über aufgelockerte Beeterde.

Auch andere Gewürze und Kräuter sind wahre Spurenelementbomben.

Thymian ist ein wichtiger Kalziumlieferant. Im Dillkraut sind 5 von 6 B-Vitaminen enthalten (es passt gut zu Kartoffel- und Gurkensalat).

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Ein bunter Gemüse-Salat aus dem Garten.
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Basilikum, Estragon oder Kümmel liefern das wertvolle Spurenelement Zink, welches besonders wichtig für das Immunsystem, das Wachstum, und die Fruchtbarkeit ist. Und Selen findet sich in Senfkörnern und Kümmel wieder.

Duftende, heilende und würzende Kräuter sollten also für eine ausgewogene Ernährung und Lebensweise in keinem Naturgarten und in keiner guten Küche fehlen.

Kühle Limonaden, Cocktails und heiße Tees schmecken ebenfalls mit Kräutern aus dem eigenen Garten am besten.

Selbst zubereitete Vitamingetränke

Für einen Basilikum-Shake zum Beispiel kann man einen halben Bund Basilikum, zwei gewürfelte Tomaten und einen Viertelliter Gemüsesuppe passieren, einen halben Becher Joghurt hinzufügen und das Ganze mit Pfeffer und etwas Salz würzen. Gemüse-, Obst und Kräutershakes helfen auch, den Winterspeck zu reduzieren. Ob Gurken-Shake mit Dill oder Petersilie, Karotten-Apfelsaft oder Himbeer-Smoothie mit frischer Minze, die ätherischen Öle der Kräuter regen die Verdauung an. Minze wirkt wie ein Appetitzügler ohne Nebenwirkungen, und die Sprossen der Gartenkresse entschlacken den Körper.

Viele Kinder lieben pürierte Frühstückdrinks aus Apfel, Karotte, Banane, Haferflocken und Orangensaft oder trinken gerne selbst gemachte Zitronenmelissen-Limonade. Diese ist ganz einfach herzustellen. Man zupft Blätter eines frischen Bundes Zitronenmelisse in einen Krug, gießt sie mit einem Liter heißen Wasser auf und fügt vier Esslöffel unraffinierten Zucker hinzu. Die Mischung lässt man abkühlen und stellt sie einen Tag in den Kühlschrank. Am nächsten Tag füllt man die Flüssigkeit durch ein Sieb in eine Flasche und presst drei Zitronen in den Melissensaft. So entsteht ein erfrischendes, gesundes Getränk. Kinder helfen gerne mit, die Kräuter im Garten zu setzen und zu ernten.

Auch über eine Naschecke im Garten freuen sich Kids aller Altersstufen. Ribisel, Jostabeeren, schwarze Apfelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Stachelbeeren sind dabei gute Vitaminlieferanten.

Quellen: naturimgarten.at

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