Straßensperre: Einfache Mittel gegen Ameisen. Insektenspray ist keine Lösung bei Ameisenbefall. Besser: Lebensmittel fest verschlossen aufbewahren, Zugänge verschließen und auf den Ameisenstraßen durch Reinigung Verwirrung stiften.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 11. Juli 2019 (07:56)
Sarah Matura

Ökologische Tipps gegen Ameisen und andere ungebetene Gäste im Haushalt bietet DIE UMWELTBERATUNG.

Gefährlich sind die Ameisen hierzulande nicht, aber lästig. „Die Nahrungsgrundlage entziehen und ihre Wege unterbrechen – das sind die wichtigsten Sofortmaßnahmen gegen Ameisen“, sagt Mag.a Sandra Papes Msc von DIE UMWELTBERATUNG.

Schnell wegräumen

Oft kommen die Ameisen auf Nahrungssuche ins Haus. Damit sie kein All-you-can-eat-Buffet vorfinden, ist es wichtig, in der Ameisensaison besonders auf Sauberkeit zu achten: Brösel wegwischen, das Geschirr sofort abwaschen und die Lebensmittel in geschlossenen Behältern aufbewahren. 

Versperren und verwirren

Die Schlupflöcher, durch die Ameisen reinkommen, sollten sofort verschlossen werden – Mauerrisse und Ritzen mit Spachtelmasse, Kitt oder Zement zukitten. Außerdem ist eine gründliche Straßenreinigung zu empfehlen: die Ameisenstraßen mit einem milden Reinigungsmittel regelmäßig aufwischen.

Streuen statt sprühen

Von Insektensprays rät DIE UMWELTBERATUNG ab. Denn die chemisch-synthetischen Stoffe können sich in Möbeln, Teppichen und Tapeten festsetzen und die Raumluft belasten. In schweren Fällen kann Kieselgur, ein Pulver aus fossilen Algen, auf Ameisenstraßen und in Ritzen gestreut werden. Die Ameisen verletzen sich beim Drüberkrabbeln und trocknen aus.

Der letzte Ausweg bei Nestern im Haus sind sogenannte „Köderdosen“. Bei diesen Dosen ist der Wirkstoff mit Futter vermischt. Das Futter wird samt Gift in den Bau getragen und dort weiterverfüttert, der Ameisenstaat stirbt damit ab. 

Mehr dazu in der Broschüre „Ameisen, Motten & Co“ auf www.umweltberatung.at/amc.